96 ANTWORTEN VON BASTIAN LAHRMANN.

Da sich auch Kommunalpolitiker bei dir melden, um deine Fragen zu beantworten, möchte ich das auch gerne tun. Ich bin bei der Partei „Die Linke“ und strebe hier im Landkreis Oldenburg ein Mandat im Gemeinderat und Kreisrat an. Man könnte hier auch von der Basis sprechen, wobei ich immer versuche, so einen Sprech zu vermeiden.

-> Wofür stehen Sie?

„Ich möchte eine Änderung des gesellschaftlichen Blickwinkels erreichen. Wir schauen immer nur nach oben und messen uns damit, dabei sollten wir eigentlich nach unten schauen, um zu sehen, ob alle „mit an Bord“ sind. Ich denke, dass wir nur so die größten Probleme unserer Zeit angehen können.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Falsche Verkürzungen, die den Kern einer Aussage verfälschen, und Menschen, die sich gegen einen offenen Diskurs sträuben. Ich diskutiere gerne mit Menschen, die eine andere Sichtweise haben. So erreichen wir doch auch einen anderen Blickwinkel auf uns, aber nur wenn wir es zulassen.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Die Menschen, die verkürzen oder sich gegen den Diskurs sträuben, schaffen es komplexe Sachverhalte einfach zu vermitteln.“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„Ich versuche mir viele Meinungen und Erfahrungen sammeln.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Ich habe mich früher zu ängstlich gefühlt um „im wirklichen Leben“ gegen Rassismus einzustehen.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Das sagen zumindest andere über mich. Ich bin da selbstkritischer.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Gehen lernen, Schwimmen können, Fahrrad fahren, mein erster Kuss… kommt auf das Lebensalter an. Momentan würde ich sagen, dass ich es geschafft habe über den zweiten Bildungsweg und mit nur äußerst knappen finanziellen Mitteln in einem sicheren Beruf mit ausreichend Einkommen zu gelangen.“ 

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Power Ranger.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Die Power Ranger waren immer zu gut besetzt. Aber als Kommunalpolitiker habe ich das Gefühl, die Chance zu bekommen den Blick auf Menschen zu lenken, die weniger Einkommen haben oder aus anderen Gründen benachteiligt werden.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Zu wenig und unter meinen Erwartungen, aber ich muss gestehen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass das alles so viel Zeit braucht.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Meinem normalen Beruf nachgehen und ich versuche lokale Erzeuger zu mobilisieren, damit sie auch lokal anbieten können.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Ich bin Mitbegründer einer lokalen Initiative, die sich um das Problem der Zigarettenkippen sorgt und kümmert. Meine PV-Anlage habe ich tatsächlich vorwiegend, weil sich das rechnet. Typisch BWLer halt. Unter dem Aspekt der Müllvermeidung wird unser Sohn mit Stoffwindeln gewickelt.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Momentan tatsächlich nichts, außer Patient zu sein.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

Aufklären, Aufstehen und dagegen angehen.

-> Wie wohnen Sie?

„In einem Eigenheim mit meiner Frau und meinem Sohn.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof? 

„Ohne Fleiß, kein Preis.“ 

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Die Erde hat die schönsten Aussichten, die hübschesten Farben und die interessantesten Gerüche.“

-> Was überwältig Sie?

„Mein Sohn hat vor gar nicht langer Zeit angefangen „Papa“ zu sagen.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Schwierig. Ich bin nicht so der Bücherleser. Ich tue mich damit schwer.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Projektmanagement an sich, privat eher in Richtung SmartHome und „Wie baue ich mein Hochbeet aus Einwegpaletten“.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„In meiner Spotify-Playlist gerade im Auto „Horst“ von Blumentopf.“

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Das macht das Auto zum Glück automatisch, sonst könnte ich nicht so gut sehen. ;-)“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Siehe Frage 14. Ich bin zusätzlich noch in einem solidarischen Bündnis aktiv.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Ich hätte gerne ein besseres Gedächtnis und würde mir wünschen mich besser ausdrücken zu können.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Ja, mehrmals ohne es zu zählen. Wenn dazu Wurst auf dem Brot gehört, fast täglich. Ich lege aber pro Jahr ein bis zwei Monate fleischfreie Monate ein. Das mache ich vor allem, um mir bewusst zu machen, dass Fleisch nicht lebensnotwendig ist und dass ich zu viel Fleisch esse.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Für jeden Euro, den sie in Deutschland erwirtschaften, sollten sie auch die Steuern zahlen.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Vergesslichkeit und, dass ich ein Trampel bin (ich stoße selbst gegen Türrahmen).“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Es muss so viel Lohn gezahlt werden, dass man als Rentner keine Unterstützung benötigt. Ich glaube für das Existenzminimum als Renter benötigt man zurzeit ca. 18€-19€ die Stunde (in Anbetracht dessen, dass man nicht jetzt in Rente geht und die Faktoren sich gleichsam verändern; aus jetziger Sicht scheint die Zahl auf dem ersten Blick sehr hoch zu sein).“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Joa, ähnlich wie ich gerne zur Autowerkstatt gehe.“ 

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Den idealen Zeitpunkt gibt es nicht. Besser gestern als morgen.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Ja.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Es wird immer jemanden geben, der sich ungerecht behandelt fühlt, aber: Es kann deutlich gerechter sein.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Mein Sohn nimmt die meiste Zeit in Anspruch und das ist auch eindeutig meine liebste Beschäftigung- die restliche Zeit widme ich momentan der Einrichtung des SmartHome.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Mit meinem zu früh verstorbenen Opa.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Nicht immer.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Steuervermeidung.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen?

„Warum arbeitest du bei der Bild, deren einziges Ziel es ist Klicks zu generieren, welche man wiederum mit reißerischen Überschriften erzielt?“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Da fällt mir nichts ein.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„In der Regel ja. Vor allem ein Schlafender.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Hass gegen Lebewesen und die soziale Spaltung.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Geht so. Ich habe Rückenprobleme.“

-> Was mögen Sie an sich?

„Meine Sachlichkeit.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Kommt drauf an mit wem. Von früher, über die Arbeit, über insgesamt Digitalisierung. Da gibt es einiges.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Nichts.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Einen Wassertropfen und den schlafenden Bären.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Das mache ich täglich, meistens mehrmals.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Wir haben eine App, wo jeder etwas notiert, was ihm auffällt. Den Großteil jedoch schreibt meine Frau.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Unterhose.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Ja.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Komm her, lass dich umarmen und erzähl mir, worüber du dir genau Sorgen machst.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen:
„Tja, das ist halt Politik.“

„Vieles in der Politik wird außerhalb der Öffentlichkeit geregelt, ohne die Menschen zu beteiligen.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Im Kreißsaal vor der Wärmelampe vor meinem in einem Handtuch eingewickelten Sohn.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Warum schminkst du dir das Gesicht?“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Licht aus, große Verbraucher (Waschmaschine etc.) nur über Tag anmachen.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Ja.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Mein Abitur.“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Auf keinen Fall.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Feindlichkeit gegenüber anderen Menschen wegen ihres Aussehens.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Gut ausgebaute Straßen und herrliche Landschaften.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Ich bin sehr gerne pünktlich, dank der Mentalität der anderen sind diese auch pünktlich. :-)“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Königsberger Klopse.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Im Grunde ja.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Ich versuche oft witzig zu sein.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Ich kann mir vielleicht auch die SPD vorstellen.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Ja.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Sie haben Recht. Lassen sie uns das Problem gemeinsam angehen und nach Lösungen schauen.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Zu oft ja.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Ich würde den Wagen ausfahren wollen und mich dann so bei 140 km/h einpendeln. In Dänemark mit 130 km/h gefällt mir das gut.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Dass es meiner Familie schlecht geht.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Geht auch „Übergangsjacke“, die ich immer anziehe? Wenn ja, dann ja.“

-> Wen finden Sie toll?

„Menschen, die andere begeistern können.“

-> Was macht Sie wütend?

„Menschen, die andere schlechter aussehen lassen, um besser dazustehen.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Wenn mein Sohn weinend ankommt (und er nicht nur bockig ist).“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Ich kann backen, habe aber keine Spezialität.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Glück und tatsächlich Entbehrungen mit einem nebenberuflichen Studium.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Schwierig das zeitlich einzuordnen, aber als kleines Kind auf dem Wendehammer bzw. kleinen Kreisel unserer Straße sitzen und in den Himmel schauen bis mein damaliger Nachbar, ein älterer Herr, kam und mir sagte, dass das in die Sonne schauen schädlich für die Augen ist.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Ich versuche zu schlafen, das geht ganz gut, wenn Musik läuft. Falls mein Sohn davon wach wird, dann gehe ich rüber zum Nachbarn und spreche mit ihm.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„DKMS vor ein paar Tagen.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Ja, sowas wie eine Ameise oder Käfer. Und ich habe eine Maus erlöst, die von meinen Katern totgespielt wurde.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Als Kommunalpolitiker ist das ok.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Respekt verdient man sich durch seine Arbeit. Kommt also auf die Arbeit mit an.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Gestern als ich meinem Sohn sagte, dass das Essen jetzt alle sei.“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Schwierig. Das kommt oft vor.“

-> Woran glauben Sie?

„Ich glaube, dass es ziemlich verrückt wäre, wenn die Menschen das Oberste der Nahrungskette im Weltall wären. Ich denke, dass wir vielleicht nicht die Spitze der Nahrungskette gefunden haben.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Für mein Engagement.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Ich denke, dass vor allem der Aufstieg Hitlers und das Dritte Reich zu nennen ist. Wichtig ist es sich daran zu erinnern und aus den Fehlern zu lernen. Vor allem sollte man sich im Klaren sein, dass das damals gesellschaftlich mitgetragen wurde.“

-> Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Kommt auf meinen Standpunkt als Wähler an, aber meine Partei „Die Linke“ an sich kann abschreckend wirken.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Ich kann nicht singen, mir wurde aber gesagt, dass ich eine Telefonstimme habe. Also ja, passt.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Wenn ich etwas vor vielen Leuten sagen muss.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Irgendwo hinreisen, wo die Landschaft super ist, und wandern gehen mit Übernachtung im Zelt.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Ich bin stolz darauf, dass es meiner Familie so weit gut geht.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Nein.“

-> Welche Frage fehlt?

„Warum haben Sie sich für diese Partei entschieden? Was macht sie anders? (Sie haben für die Antwort nur maximal 50 Zeichen)“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Ich engagiere mich und setze mich für Leute und Ideen ein. Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen würden unsere sozialpolitischen Ziele und Klimaziele zu erreichen, wenn gute Alternativen für alle vorhanden sind. Diese Alternativen möchte ich mitgestalten und fördern.“

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