Ich war schon mal lustiger.

Guten Tag,

wir schreiben das Jahr 2007 und ich bin jetzt offiziell Blogger. 

Ok. Ich sehe gerade, dass ich mich vertan habe: wir haben das Jahr 2019 und ich hinke dem Trend ungefähr 8 Jahre hinterher. Egal.
Alle sind jetzt Influencer oder züchten Tomaten – und ich kritzel tatsächlich hier in diesem Blog rum auch wenn es so anfühlt als würde ich meine Gedanken in eine Steintafel meißeln, sie per Fax an Horst Seehofer schicken, der sie auf Thermopapier ausdruckt und per Telegramm ins Internet bringt.

„Früher warst du echt mal lustiger“ höre ich immer häufiger. Das ist eine wunderbare Mischung aus Kompliment und Enttäuschung.
Die Wahrheit ist: Ich bin nicht nur nicht mehr lustig – ich bin langweilig und peinlich. Und nicht ganz dicht.
Sagen zumindest viele Menschen, die mir nahe stehen. 

Wenn ich nicht nerve und mich in die gesellschaftlichen Themen einmische, lehne ich schmollend an einer Wand und überlege, einen Podcast zu machen. Den bringe ich dann pünktlich im Herbst 2073 raus.

Ach so: rechnen kann ich auch nicht. 

96 ANTWORTEN VON ANNE SHEPLEY (B90/DIE GRÜNEN)

Ich bin Kommunalpolitikerin im Kreistag Nordwestmecklenburg: Fraktionsvorsitzende für B90/Die Grünen. Gleichzeitig trete ich als Spitzenkandidatin zur Landtagswahl dieses Jahr an.

———————————–

-> Wofür stehen Sie?

„Für die Zukunft.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

Die Angst vor Wandel / Veränderung.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Hat einen Marketing-Vorteil: „Das haben wir schon immer so gemacht“.

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„Zuhören und Brücken bauen.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Zeit darauf zu verplempern, was andere von mir denken/halten.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Hundertprozentig. (Verlässlichkeit ist das höchste Gut in der Politik. Zusammen mit Respekt. Von beidem leider nicht viel zu sehen momentan.).“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„In meinem Vater das Interesse an Politik wieder geweckt zu haben.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Lehrerin.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Weil sie zum lebenslangen Lernen, Lösungen finden, interessiert sein, über-den-Tellerrand-Schauen motivieren sollte.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Nicht genug.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Ich kaufe regional und nachhaltig, möchte auch in der Politik dafür sorgen, dass Unternehmer:innen ihre Pläne umsetzen können. Zu viele gute Ideen bleiben in den Köpfen, anstatt eine Chance auf Umsetzung zu bekommen.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Alles was möglich ist.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Wir müssen Gesundheitsversorgung neu denken: Vom Menschen her und nicht vom Profit. Ähnlich wie in der Landwirtschaft auch, müssen wir uns fragen: Wo setzen wir die finanziellen Anreize? Wenn ich ein Krankenhaus oder einen Pflegedienst nur dann mit schwarzen Zahlen betreiben kann, wenn ich schnelle Bettenwechsel und Hausbesuche im Minutentakt durchführe, dann läuft was falsch. Gesundheitsversorgung muss am Wohl aller orientiert sein.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Wehret den Anfängen! Gerade in Mecklenburg-Vorpommern haben wir es mit rechtsextremen Strukturen zu tun, die unsere Dörfer unterwandern und auch vor unseren staatlichen Organen nicht halt gemacht haben. Dieser strukturelle Extremismus muss bekämpft werden. Konsequent. Leider tragen unser Innenministerium und der Verfassungsschutz nicht sehr viel zu Aufklärung und Transparenz bei.“

-> Wie wohnen Sie?

„In einem Haus auf dem platten Land mit meinem Mann, einer Tochter und einem verrückten (aber sehr niedlichen) Hund namens Fonzie.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Die meisten, vor allem aber „Was ich nicht weiß„Das haben wir schon immer so gemacht.“ Ich weiß, ist kein richtiges Sprichwort, aber der Satz nervt.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Du bist das beste zu Hause, was wir jemals hatten!“

-> Was überwältig Sie?

„Ehrliche Reden und alte Freundschaften.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Obama’s „A Promised Land“. Lag aber nicht an ihm, sondern an mir.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Wie Mensch Weinpflanzen richtig verschneidet.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

Bosse „Sunny Side“.

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Macht unser Auto automatisch. Wenn es das nicht tun würde, würde ich es machen, ja.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Ich kommentiere so oft es geht in sozialen Medien dagegen an. Versuche immer zu erkennen, wenn im Alltag, ganz nebenbei, Menschen Äußerungen tätigen, die nicht ok sind. Das Radar muss an sein, um dann ganz klare Kante zeigen zu können.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Fliegen zu können, wäre cool. Dann könnte ich, ganz CO2-neutral meine 2. Heimat Neuseeland besuchen.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Ja, wenn es Biofleisch ist und aus der Region kommt. 1-2 Mal pro Woche.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Genauso viele wie alle Unternehmen, die ausschließlich in Deutschland wirtschaften. Bis das passiert, empfehle ich einen Amazon-Boykott.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Ungeduldig zu sein.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Gerecht wäre, wenn wir uns nicht mehr über Mindestlohn streiten müssten, sondern es eine Selbstverständlichkeit wäre, dass alle richtig gut von ihrer Arbeit und später von der Rente leben können. Ansonsten stehe ich voll hinter der Forderung der Bündnisgrünen, Gewerkschaften und vielen Sozialverbände: 12€.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Ne. Aber nicht, weil ich AGern ist übertrieben, aber ich mag meine Zahnärztin und gehe regelmäßig zum Checkup. Gut, dass Sie mich daran erinnern: muss noch einen Termin machen.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Vor 10 Jahren.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Wenn ich repräsentiert werde, war es bis jetzt immer voll OK. Als Spitzenkandidatin einer Partei, die in Mecklenburg-Vorpommern leider momentan außerparlamentarische Opposition ist, werde ich aber nicht oft genug wahrgenommen. Obwohl unsere Pressearbeit richtig gut ist. (Dank geht raus ans ÖA-Team. Ihr seid klasse!).“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Wir haben einen langen Weg vor uns. Doch ich glaube fest daran, dass wir eine Gesellschaft gestalten können, in der alle Menschen ihr Leben mit möglichst vielen Chancen & Optionen richtig gut leben können“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Große Freude, dass ich diese Frage seit ein paar Jahren mit „ja“ beantworten kann: Ich bin Gärtnerin und richtig, richtig happy, wenn ich die Hände in der Erde habe.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Florence Welch, Jacinda Ardern und Dunja Hayali. In der Reihenfolge, die aber kein Ranking ist.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Die wichtigere Frage ist, ob ein/e Politiker:in authentisch ist. Ich habe lange im Marketing gearbeitet und weiß, dass man Menschen viel glauben machen kann, wenn man es schlau anstellt. Echte Glaubhaftigkeit entsteht aus Ehrlichkeit, Respekt und Verantwortungsbewusstsein.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Klein aber fein: ja.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Alte weiße Männer. (Ja, voll ironisch gemeint, ist klar. Damit dennoch keine Zweifel bleiben: Ich beziehe mich auf das Klischee, die gedankliche Haltung hinter dem Ausdruck. Nicht auf Menschen die älter, männlich und weißhaarig sind)“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„You’re fired!“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Cannabis.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Ich kann besser fahren als beifahren. Also: nein. (gibt es „beifahren“ als Verb?)“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Wie wir die Klimakrise aufhalten, indem wir einen großen sozio-ökologischen Wandel herbeiführen und dabei niemanden vergessen.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Meistens ja. Wenn‘s mal nicht gleich klappt, hab ich ein paar Meditationstechniken, die Wunder wirken.“

-> Was mögen Sie an sich?

„Dass ich mich sehr gut in andere Menschen, ihre Situation und Lebenswirklichkeit hineinversetzen kann.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Gute Bücher und Garten-Tipps.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„It’s complicated: Ich bin kein Machtmensch im klassischen Sinne. Aber ohne Macht kein Einfluss, insofern strebt natürlich jede/r Politiker:in automatisch auch dorthin, wo es Macht zu verteilen gibt. Hab mir fest vorgenommen, vor allem mir selbst treu zu bleiben und mich nicht vom Machtgedanken dominieren zu lassen.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Bin sehr schlecht im Geräusche nachmachen. Hab schon Probleme, den Hund jeden Tag mit dem gleichen Pfiff ran zu bekommen…“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Heute früh bei einer Fraktionskollegin: Mir ist eine Antragsfrist durchgerutscht und es bedeutet höchstwahrscheinlich Mehraufwand für sie.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Mein Mann. Sonst wären wir längst verhungert. Ich empfinde Essensbeschaffung (und alles, was dazu gehört) als große Bürde und drücke mich, so oft es geht. Wenn dann was Gekochtes vor mir steht kann ich aber auch stundenlang Essen zelebrieren.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Mein Bett.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja, fast jeden Morgen für meine Tochter.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Nö, aber wenn nötig, würde ich das sofort machen.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Es ist OK, manchmal traurig und frustriert zu sein. Und ja, die Probleme auf der Erde sind große und viele. Aber es gibt jede Menge Menschen auf der Welt, die ganz, ganz doll dafür kämpfen, dass wir die Welt retten. Ich bin eine von ihnen und fest überzeugt: wir schaffen das.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

„Den Moment gab es noch nicht.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Auf dem Meer, kein Land in Sicht, allein an Deck und die Sonne geht auf. Egal wo auf der Erde: der Moment ist unbezahlbar. Jedes Mal.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Nix. Er würde es nicht verstehen.“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Wir kaufen Vieles gebraucht, waschen Wäsche und Geschirr im Öko-Spülgang (auch wenn es scheinbar ewig dauert). In der kalten Jahreszeit ist die Heizung immer ein Grad weniger eingestellt, als die Frostbeule in mir es mag.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Leider nicht.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Den Mauerfall. Hab ich historisch gesehen nicht verpasst, war aber mit 11 Jahren leider zu jung, um an Montagsdemos teilzunehmen oder mit Sekt in der Hand auf der Mauer zu tanzen.“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Nicht wichtiger als andere Leute. Doch das, was ich tue, ist für viele Menschen wichtig und hat Strahlkraft weit über meine Person hinaus. Ich sehe mich als Mutmacherin, die in Anderen Interesse auf Politik weckt. Vor allem Frauen.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Ich habe 2011 in Christchurch, Neuseeland das schwere Erdbeben und die Zeit danach miterlebt. Hat mich viel gelehrt. Trotzdem: ohne diese Erfahrung wäre mein Leben auch ganz ok.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Schwere Frage. Für eine/n Geflüchtete/n: die Sicherheit vor Krieg, Verfolgung, Armut, Krise. Für Touristen: Die Ostsee, das Oktoberfest und schnelle Autobahnen..“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Unsere Demokratie und das System, was sie absichert.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Kohlrouladen mit Klößen und Rotkohl von Oma Annemarie. Birnenknödel von Oma Käthe.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Ui. Eher ein „nein“ als ein „ja“.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Ich checke immer mindestens 2 Mal, ob ich den Hausschlüssel habe, bevor ich die Tür zuziehe. Andere Spleens sind mir nicht eingefallen.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Aus ganzem Herzen: hell no.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Hab lange in einem Pub gearbeitet und musste einige Rangeleien de-eskalieren. Dabei musste ich aber selbst nie handgreiflich werden, gottseidank.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Dass es eine absolute Schande ist, dass sie nicht in Würde altern darf. Dass die Bündnisgrünen alles daran setzen werden, dass Lebenswirklichkeiten wie ihre bald der Vergangenheit angehören.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

Früher mehr als heute. Ich muss aber zugeben, dass ich ab und an in alte Muster verfalle und mich frage, was XY oder „die Leute“ über mich denken.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Schneller als 130 Km/h.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Dass nicht mehr genug Zeit bleibt, um die Klimakrise aufzuhalten.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Nein.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meinen Mann.“

-> Was macht Sie wütend?

„Menschen, die lügen.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Wenn ich um Hilfe gebeten werde.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Kann ich. Sehr gerne Streuselkuchen. Spezialität ist zu hoch gegriffen, aber die Arbeitskolleg:innen meines Mannes loben den Kuchen immer.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Eine Mischung aus Sturheit, grenzenlosem Optimismus und dem tiefen Vertrauen, dass Menschen gut sind und die Welt ein toller Ort.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Es irritiert mich, dass viele Menschen so viele Erinnerungen aus frühester Kindheit zu haben scheinen. Ist bei mir anders. Ich erinnere mich gut an meine Einschulung. Ob das die erste Erinnerung ist? Who knows.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Bademantel an, rüber gehen, ganz lieb nachfragen ob es möglich wäre, etwas leiser zu feiern..“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Letzte Woche für das Frauenhaus in Wismar und den Förderverein des Schlosses Gadebusch. Davor für den Christopher Street Day in Neubrandenburg am 14. August. Love is LOVE!.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Ich habe mal ein Schaf geschlachtet.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Das kann ich erst beantworten, wenn ich hauptamtlich Politikerin bin.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Diejenigen, die den Job ernst nehmen und ehrlich ihr Mandat ausüben, verdienen viel mehr Anerkennung. Leider wird das von denen, die unter „Politik“ Korruption und krumme Deals zur eigenen Bereicherung und Machterhalt verstehen, immer wieder zunichte gemacht.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Notlüge am Telefon bei Ablehnung einer Party-Einladung: Vor ein paar Wochen. (Sorry Constanze!).“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Vorletzte Woche in einem Gespräch mit meiner Mama.“

-> Woran glauben Sie?

„An das Gute im Menschen.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Für den unumstößlichen Willen, gemeinsam Lösungen zu finden.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Dass wir aus unserer Geschichte nicht genug gelernt haben.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Meine Ungeduld.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Beim Singen: Nein. Beim Reden: Ganz OK.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Vor jeder Rede. Reden sind schwer: Einerseits sollen sie gut strukturiert, verständlich und voller toller Ausdrücke sein. Andererseits fehlt mir bei so viel Vorbereitung oft das Spontane.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Ein Buch geschrieben haben.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Meinen eigenen Weg zu gehen. („I did it MMMYYYYY WWWAAAYYYY”).“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Ja.“

-> Welche Frage fehlt?

„Welche Frage haben Sie am liebsten beantwortet, welche fiel Ihnen am schwersten?“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Weil ich eine starke Frau (und coole Socke) bin. Ich werde alles daran setzen, die Welt zu retten und Politik verändern will.“

YOU´RE SAFE NOW!

Wie viele Menschen wollen diesen Satz hören? Wie viele Menschen fliehen vor Hunger, Krieg, Verfolgung oder dem Klimawandel? Wie viele Menschen riskieren ihr Leben für diesen kleinen Satz?

Und wie viele Menschen werden den Satz „You´re safe now!“ niemals hören?

Hunderte? Nein. Es sind Tausende. 20.000. Mindestens.

Weil EU-Politiker*innen durch Abschottungspolitik, durch lähmende Bürokratie und einen widerwärtigen Machtanspruch – und natürlich auch Rassismus private Seenotretter*innen daran hindern, die Menschen, die in Seenot sind, zu retten. Und weil der Kern – nämlich die Fluchtursachen – nicht bekämpft werden.

Das Fliehen, das Retten und das Ertrinken sind die Symptome einer verfehlten Politik.

Diese Politik tötet. Muss man leider so sagen.

Ich kenne den Menschen, der diese Aktion außergewöhnliche dokumentiert hat. Als ich ihn fragte: „Was war der beeindruckenste Moment?“, meinte er: „Der krasseste Moment ist, dass die Crew, immer, wenn sie jemanden aus dem Wasser holt, sagt: „You´re in Europe now. You´re safe now.“ Für diesen Satz riskieren Menschen ihr Leben.“.

Genau so ist es.

Die Crew der Sea-Eye (und all die anderen Seenotretter*innen) tut alles, um Menschen zu retten. Genau das. Menschen retten.

Sie stellen keine Fragen, was dieser Mensch, der da gerade um sein Leben schwimmt, in seinem Leben jemals getan oder gelassen hat. Sie sehen den Menschen. Und sehen: Da ist jemand in Seenot. Und sie retten. Jede*n.

Sie retten sogar die Menschen, die sie durch Diskutieren, durch Bürokratie, durch Hürden, am Retten hindern.

Die Sea-Eye hat seit 2016 schon 15.000 Menschen gerettet.

15.000 Mal wurde „You´re safe now!“ gesagt.

Und drei Mal sogar zu Menschen, die mit ihrer Politik verhindern, dass dieser Satz häufiger gesagt wird.

















95 ANTWORTEN VON ALEXANDER BARTZ (SPD)


Ich wünsche mir, dass die Wählerinnen und Wähler in meinem Wahlkreis, wissen wer ich bin und neben meinen politischen Ansichten und Ideen, auch einen privaten Einblick in mein Leben bekommen. Daher freue ich mich, die 96 Fragen zu beantworten.

Ich bin Alexander Bartz und lebe gemeinsam mit meiner Frau und unseren zwei Söhnen (3 und 6 Jahre) in Vechta (Niedersachen) und fühlen uns hier sehr wohl.

Ich bin studierter Betriebswirt und habe meinen beruflichen Schwerpunkt im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Hier habe ich sowohl Berufserfahrungen im Tourismus, in landwirtschaftsnahen Unternehmen sowie im Einzelhandel sammeln können. Aktuell bin ich Pressereferent bei den Maltesern im Offizialatsbezirk Oldenburg und betreibe eine kleine eigene Werbeagentur in Vechta.

Am 26. September sind Bundestagswahlen und ich will mich für die Interessen des Oldenburger Münsterlandes – meiner Heimat – in Berlin stark machen.

————————

-> Wofür stehen Sie?

„Politik muss für mich ehrlich, authentisch und nah dran an den Ideen und Herausforderungen vor Ort  sein und genau dafür stehe ich auch.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

Politiker, die entweder nur lächeln und dabei vergessen inhaltliche Positionen zu beziehen oder mit „das haben wir immer schon so gemacht“ versuchen Probleme zu lösen.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Mit wenig Inhalt Politik gestalten oder sich immer auf das „alt Bekannte“ zu beziehen, macht Politik auf alle Fälle einfacher und kann auch erfolgreich sein. Zumindest bietet dies weniger Angriffsfläche. Das bin nur nicht ich! Ich will gestalten und mit klaren Positionen nach vorne gehen! Ich versuche jedem Menschen offen gegenüber zu treten, mir seine Meinung anzuhören, zu diskutieren und bestenfalls gemeinsam zu einer Lösung oder Idee zu kommen.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Nicht schon viel früher die Dinge zu machen, hinter denen ich zu 100% stehe und nicht immer auf andere zu hören.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Verlässlichkeit ist für mich sehr wichtig. Wenn ich jemandem mein Wort gebe, dann zählt das auch.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Privat: Ich habe meine Jugendliebe geheiratet und von ihr zwei zauberhafte Söhne bekommen. Politisch: Ich durfte Kristian Kater in seinem Wahlkampf zum SPD-Bürgermeister in Vechta unterstützen und bin zum Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Vechta gewählt worden.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Sänger. Die erste CD, an die ich mich wirklich erinnern kann, war ein Album meiner Eltern von Matthias Reim. Das konnte ich mit 7 Jahren auswendig. Auch wenn sich mein Musikgeschmack und auch die berufliche Orientierung geändert hat, textsicher bin ich bei diesen alten Songs immer noch.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Politik hat mich schon relativ früh interessiert. Aktiv in der Politik gelandet, bin ich kurz vor meinem Abitur. Durch den Leistungskurs Politik habe ich angefangen mich auch mit den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien auseinanderzusetzen. Meine größten Schnittmengen hatte ich damals, wie heute, mit der SPD und bin hier daher auch absolut richtig. Ich will nicht nur Politiker kritisieren, sonder auch aktiv zu einem guten Zusammenleben beitragen.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Politik ist keine „One-Man-Show“, Veränderungen schafft man daher nur, wenn man Menschen für seine Ansichten begeistern kann.
Aus völliger Überzeugung habe ich gemeinsam in einem starken Team dafür gekämpft, dass mein Heimatort Vechta einen SPD-Bürgermeister bekommt. Seit meiner Arbeit in der Lokalpolitik, setze ich mich dafür ein, dass wir möglichst viele unterschiedliche Gesprächsrunden bilden und den Menschen in Vechta zuhören, um zu erfahren, was die Politik machen muss.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Privat versuche ich, die heimische Wirtschaft immer vorrangig zu unterstützen. Wenn wir beispielsweise auch nach Corona noch eine attraktive Innenstadt haben wollen, dann müssen wir jetzt den Einzelhandel unterstützen. Politisch halte ich diesen Ansatz ebenfalls für sehr wichtig. Hier müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit gute Wirtschaftsleistungen erzielt werden. Arbeitnehmerrechte, gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne dürfen dabei jedoch nie außer Acht gelassen werden.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Seit ich Vater bin, hat sich mein Blick auf die Welt verändert. Ich möchte, dass meine Kinder einmal mindestens genauso gut leben können, wie ich es kann. Eine weitsichtige und entschlossene Klimapolitik ist für mich daher unumgänglich. Wenn das reiche Deutschland beim Kohleausstieg, beim Ausbau von erneuerbaren Energien, bei der Ressourcenschonung oder beim Thema Nachhaltigkeit nicht Spitze sein kann, wer dann? Wir müssen Klimapolitik alle ernster nehmen. Das versuche ich auch privat jeden Tag aufs Neue.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Es ist Aufgabe der Politik die Rahmenbedingungen für den Pflege- und Gesundheitssektor gerade auch vor dem Hintergrund des sich ankündigenden Fachkräftemangels, deutlich zu verbessern. Bessere Bezahlung, kürzere Arbeitszeiten und weniger physische Belastung müssen in diesem Bereich endlich umgesetzt werden. Gesundheit muss uns in Deutschland mehr wert sein. Hier wird viel zu sehr auf die Zahlen, anstatt auf die menschlichen Bedürfnisse geschaut. Wenn wir das verstehen, werden wir auch die Ausbildung in diesem Bereich wieder attraktiver machen und Themen wie der Ärzteversorgung im ländlichen Raum aktiv begegnen.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Rechtsradikales und antidemokratisches Gedankengut haben in unserer Welt nichts verloren und ich stelle mich entschieden gegen jegliche Art. Ich stehe für ein vielfältiges und tolerantes Deutschland!“

-> Wie wohnen Sie?

„Zusammen mit meiner Frau haben wir vor rund fünf Jahren ein Einfamilienhaus mit Garten gekauft und fühlen uns in Vechta sehr wohl.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Man sägt nicht den Ast ab, auf dem man sitzt.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Es ist beeindruckend, wie ruhig die Erde bleibt, obwohl sie genau sieht was auf ihr geschieht.“

-> Was überwältig Sie?

„Wenn ich sehe, wie schnell meine Kinder groß werden und sich entwickeln.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Ich lese sehr viel Zeitungen, Magazine und politische News-Seiten. Hier bin ich täglich unterwegs. Das letzte gedruckte Buch, was ich geschenkt bekommen habe und es nach den ersten 30 Seiten aufgegeben habe, war die Biographie von Mario Basler. Das war gut gemeint, aber das muss ich nicht weiterlesen. Wenn mal irgendwann wieder etwas Zeit da ist, hab ich aber noch eine paar spannende Bücher auf dem Schirm.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Als Bundestagskandidat lernt man jeden Tag neue fachliche Dinge dazu. Ehrlich gesagt habe ich seit dem Studium nicht mehr versucht, so viel Wissen aufzunehmen und komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Eine Herausforderung, welche ich gerne annehme und die viel Spaß macht.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Irgendwann ist jetzt“ von Max Giesinger

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Das macht mein Auto ganz von alleine. Ich bilde mir jedoch ein, dass man sich dann besser konzentrieren kann.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Ich distanziere mich klar von solch menschenverachtenden Ansichten. Gleichzeitig laufe ich mit offenen Augen durchs Leben und gehe aktiv dagegen vor, wenn es mich oder mein Umfeld direkt betreffen. So etwas darf man nicht klein reden, verharmlosen und auch nicht tolerieren.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Ich wüsste zu gerne manchmal, was mein Gegenüber denkt.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Ja, ich esse gerne Fleisch. Ein Steak oder ein Grillspieß sind schon lecker. Dennoch ist mir in den letzten Jahren schon bewusst geworden, dass man Fleisch nicht zwingend für ein gutes Essen braucht. Es geht auch mal ohne. Ich esse deutlich bewusster Fleisch.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Deutlich mehr als jetzt. Ausländische Unternehmen, welche bei uns hohe Umsätze erzielen, müssen dafür auch mehr zur Kasse gebeten werden. Ein Unternehmen, was in Deutschland Millionen-Umsätze macht, muss auch hier Steuern zahlen.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Ich bin Optimist und versuche immer das Positive an einer Sache zu sehen. Das gute daran ist, dass ich immer „ein halb volles Glas Wasser habe.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Jeder, der in Deutschland Vollzeit arbeitet, muss davon gut leben können. Darauf muss der Mindestlohn ausgerichtet sein. Die Forderung nach 12 € Mindestlohn ist daher zurzeit absolut gerechtfertigt und auch dann bleibt noch Luft nach oben. Gute Arbeit darf gutes Geld kosten.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Es gibt eindeutig Dinge, die ich lieber mache. Ich habe aber einen wirklich netten Zahnarzt, der mir bis jetzt auch keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen in meinem Mund angedroht hat. Von daher kann ich da auch gut hingehen.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Gestern! Klimaneutralität und Kohlekraftwerke passen nicht zusammen. Von daher muss der Kohleausstieg schnell kommen. Gleichzeitig müssen wir aber auch sofort beginnen erneuerbare Energiegewinnung schnellstmöglich auszubauen.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Als Politiker gehört es dazu, seine Meinungen möglichst präsent in die Medien zu spielen. Es ist immer Luft nach oben, ich bin aber zufrieden.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Ja.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Ich versuche immer möglichst viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und mit Ihnen etwas zu unternehmen. Ansonsten ist die Arbeit im heimischen Garten ein toller Ausgleich zur Arbeit im Büro. Seit über fünf Jahren, bin ich der Nachtwächter der Stadt Vechta und führe im historischen Gewand, mit Hellebarde und Laterne bewaffnet, Einheimische und Gäste der Stadt durch das Vechtaer Mittelalter.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Mit dem Papst, Donald Trump und Annalena Baerbock. Bei allen würden mir auf Anhieb viele (meist kritische) Fragen einfallen..“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Ja.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Parteien mit antidemokratischem Gedankengut.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Ich würde mir eine ehrliche Antwort auf die Frage von ihm wünschen, ob bei der Berichterstattung in der „BILD“ in seinen Augen der Informationsgehalt oder die Sensationsgier im Vordergrund stehen.“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Mir fällt spontan nichts ein. Ich finde unsere Gesetze im Großen und Ganzen sehr nachvollziehbar.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Ich hoffe doch. Ich versuche immer ruhig zu bleiben und ich glaube, dass gelingt mir auch ganz gut.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Aktuell müssen wir unabhängig der parteipolitischen Gesinnung die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen lösen. Im Interesse aller sollten wir hier gemeinsam und entschlossen handeln.
Weiter halte ich die Klimapolitik und das Thema soziale Gerechtigkeit für eines der wichtigsten Themen der nächsten Zeit.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Ja. Ich habe gelernt, dass man Probleme nachts im Bett auch nicht lösen kann und da dann auch abschalten muss. Durch „Tritte im Rücken“ oder „Geister unterm Bett“ ist das Durchschlafen bei zwei Kindern jedoch eher ein Problem.“

-> Was mögen Sie an sich?

„Ich versuche ein sehr selbstreflektierter Mensch zu sein und auch andere Meinungen immer zu bedenken. Das mag ich!“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Da gibt es viele Themen. Die Kinder sind sehr oft Thema. Urlaub, leckeres Essen, guter Wein oder Bier, Gartenideen, Ausflugstips in der Region… mir würde noch eine Menge einfallen.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Macht ist eines der stärksten und gleichzeitig gefährlichste Instrumente, um Veränderungen herbeiführen zu können. Leider kann nicht jeder mit Macht verantwortungsvoll umgehen.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Einen Hund, manchmal auch durch die Sprache beim eigenen rhetoriscEine schnatternde Ente und eine Kuh gehen laut meiner Kinder recht gut. Ich mag mich in der Rolle des schlafenden Murmeltiers aber auch ganz gerne.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Gestern. Ich wollte einen Freund zurückrufen und bin darüber hinweg gekommen.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Ich übernehme schon viele Aufgaben im Haushalt. Das gehört für mich dazu. Den Einkaufszettel schreibt aber bei uns meine Frau.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Auf mein Handy. Das ist keine sehr gute Angewohnheit, ich weiß. Ich bin aber gerne immer sofort auf dem Laufenden und das geht nun mal am besten über das Handy.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja, der Erfolg war aber eher mäßig.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Hab mich für die Fuge zwischen den Fliesen entschieden. Bei meinem Glück würde die Fliese dann springen.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Mein großer Sohn ist gerade sechs Jahre alt, das ist bei mir also gar nicht soweit her geholt. Fragen kommen da täglich am laufenden Band. Sorgen um die Zukunft waren bis jetzt zwar noch nicht dabei. Ich bin mir aber sicher, dass auch die Zukunft meiner Kinder toll sein wird.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

Politik bedeutet auch Kompromisse mit den politischen Partnern eingehen zu müssen und sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen zu müssen.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

Durch mein duales Studium und meine Lust, gerne unterwegs zu sein, habe ich schon den ein oder anderen tollen Ort gesehen. Es fällt mir schwer, mich hier festzulegen. Rom ist sicher einer der schönsten und beeindruckendsten Städte, in der ich jemals war, weiter mag ich die die Toskana und den Gardasee sehr gerne. Einen Faible für Italien hab ich schon, es gibt aber noch viele andere tolle Ecken.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Unter vier Augen wüsste ich von ihm gerne, ob er dass, was er alles behauptet und gesagt hat, tatsächlich ernst gemeint hat.“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Ich versuche unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Weiter steht die Erneuerung der über zwanzig Jahre alten Holzfenster bei uns im Haus in den nächsten Jahren sicher an.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

Komischerweise ja. Allerdings ist der Kontakt zu Jan, Sascha, Fabian und Rieke irgendwann abgebrochen. Würde sie schon gerne irgendwie mal wiedersehen.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Da fällt mir spontan nichts ein.“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Ich versuche mich selber nicht so wichtig zu nehmen. Ich denke, dass würde vielen Menschen gut tun. Ich versuche aber dennoch an vielen Entscheidungen mitzuwirken, die wichtig sind.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Da brauche ich gar nicht so lange zurückschauen: Die Corona-Pandemie hätte ich echt nicht haben müssen.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Die freiheitlich demokratischen Grundrechte im Grundgesetz sowie eine Sozial-, Pflege-, und Krankenversicherung.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Deutschland ist in weiten Teilen und im Vergleich zu vielen anderen Ländern ein sehr tolerantes, offenes und vielfältiges Land. Das finde ich toll.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Die Neujahrshörnchen und Omas Kekse sind der „Knaller“.

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Ne, ganz egal nicht. Die meisten Socken sind bei mir zwar schlicht schwarz, ich finde farbige Socken aber schon cool“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Puh, da müsst ihr mal meine Freunde fragen.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Das ist ehrlich gesagt schwer. Ich kann auch bei anderen demokratischen Parteien gute Ansätze erkennen. Den Klimagedanken der Grünen kann ich beispielsweise in vielen Teilen sehr gut mittragen. Leider ist dieser hier aber überhaupt nicht zu Ende gedacht, wo ich dann doch wieder bei der SPD lande.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Nein. Das ist auch absolut nicht meine Art.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Altersarmut darf nicht sein und die Politik muss sich viel entschiedener dafür einsetzen, dass niemand im Alter Armut erleiden muss. Die Realität sieht zurzeit jedoch leider anders aus. Dennoch gibt es Möglichkeiten und Anlaufstellen, die in einer solchen Situation helfen können. Ich würde der Frau helfen, diese Kontakte zu knüpfen.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Ich glaube, ganz egal ist das niemandem. Ein Professor im Studium hat uns in der letzten Vorlesung mitgegeben, dass man seinen Weg nur gehen kann, wenn man nicht versucht „Everybody’s Darling“ zu sein. Da ist viel Wahres dran. Vertritt man eine Meinung, gibt es auch Gegenmeinungen. Mir ist wichtig, dass ich mit meiner Meinung im Reinen bin.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Es macht schon Spaß mal aufs Gaspedal zu drücken, prinzipiell kann ich aber auch damit Leben, wenn ich das nicht habe. Mit meinem Elektroauto hat man dann auch gleich wieder den Stromverbrauch im Blick.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Davor, dass meine Kinder unglücklich sind und ich nicht für sie da sein kann.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Nein.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meine Frau, meine Kinder, meine Familie und meine Freunde. Auf alle kann ich mich verlassen, wenn es darauf ankommt und ich bekomme ein ehrliches Feedback.“

-> Was macht Sie wütend?

„Völlige Selbstüberschätzung, Rechtsextremes Gedankengut und Menschen, die immer nur an sich denken.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Wenn meine Familie oder meine Freunde mich brauchen, bin ich da, ganz egal wann und wo.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Ja, kann ich. Ich mag es aber nicht tun. Viel lieber koche ich oder stehe am Grill. Kuchen und Plätzchen essen ist toll, sie zu backen ist aber nicht meins. Da muss man sich immer so sehr an Rezepte halten, wenn es gelingen soll.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Weil ich dafür etwas getan habe. Ich bin davon überzeugt, dass dann erfolgreich ist, wenn man dafür arbeitet und auch mal an die Grenzen seiner Belastbarkeit geht.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Puh, keine Ahnung.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

Umdrehen und schlafen. Wenn ich hundemüde bin, stört mich das eigentlich nicht. Wenn es viel zu laut wäre, würde ich rübergehen und fragen, ob man etwas leiser feiern kann.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Bei der Spendengala von „Ein Herz für Kinder“. Das mache ich jedes Jahr.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Nein, ausgenommen Insekten und Ungeziefer.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Ja und nein. Den Gehaltsstreifen eines Berufspolitikers hätten sicher viele gern. Man darf aber nicht vergessen, welcher zeitliche Aufwand dahinter steckt und was es heißt, ständig in der Öffentlichkeit zu stehen. In der Wirtschaft lässt sich um ein Vielfaches mehr verdienen. Manchmal würde ich mir wünschen, dass wir mehr für politische Spitzenämter zahlen, um so noch mehr Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft zu gewinnen.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Leider nein. Man darf nicht vergessen, dass Kommunal- und Lokalpolitik überwiegend ehrenamtlich geschieht. Menschen aus unserer Mitte stellen sich politischen Problemen, beziehen Stellung und suchen nach Lösungen. Auch auf Landes- und Bundesebene würde ich mir wünschen, dass man Politikern mehr Respekt entgegenbringt. Sicherlich läuft nicht immer alles richtig. Der überwiegende Teil macht aber gute Arbeit und setzt sich für Deutschland und somit auch für uns ein. Das verdient mehr Respekt.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Ich versuche schon immer bei der Wahrheit zu bleiben. Wenn die Kinder vor einem stehen und fragen, ob man den Osterhasen schon im Garten gesehen hat, ist eine kleine Notlüge aber doch erlaubt.“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Wenn Familie und Freunde mich zum Beispiel nach meiner Meinung zum neuen „Pulli oder Sommerkleid“ oder der neuen Frisur fragen, sage ich meine ehrliche Meinung. Manchmal wäre es entspannter, wenn ich das nicht tun würde. Das will ich aber nicht.“

-> Woran glauben Sie?

„Ich glaube daran, dass man aus eigner Kraft und mit eigener Anstrengung viel mehr schaffen kann, als man sich selbst zutraut.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Ich versuche immer das Beste aus einer Situation zu machen und klar immer das Positive zu sehen. Für diese Gradlinigkeit würde ich mich wählen.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Die Gräueltaten des zweiten Weltkriegs und alles, was damit zusammenhängt.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Ich bin, wie ich bin und stehe zu mir. Wäre das nicht so, würde ich auch nicht kandidieren.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Ja.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Lampenfieber hat doch jeder mal. Ich habe jahrelang Musik gemacht und Theater gespielt. Hier gehört ein bisschen Lampenfieber genauso dazu, wie bei politischen Reden oder Auftritten.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Ich möchte möglichst die ganze Welt gesehen haben und unterschiedlichste Kulturen kennenlernen.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Auf meine Familie und auf das, was ich bis jetzt schon alles im Leben geschafft habe.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Nein.“

-> Welche Frage fehlt?

„Was essen Sie gerne? Rotwein oder Bier? Sommer- oder Wintertyp? – Wir hätten die 100 Fragen wohl voll kriegen können.“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Ich werde die Welt alleine nicht verändern können, ich werde aber alles geben, um mich für die Belange der Menschen hier im Oldenburger Münsterland in Berlin stark zu machen. Politik ist oftmals auch ein Abwägen von Kompromissen. Umso wichtiger ist es daher, die eignen Standpunkt klar und deutlich zu benennen und sich einzubringen. Das Oldenburger Münsterland ist eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschland. Niedrige Arbeitslosigkeit, hohe Geburtenraten und der Wunsch vieler Familien hier ihren Lebensmittelpunkt zu setzen, bestätigen dies. Das genieße ich und sicherlich auch alle Bürgerinnen und Bürger, die hier leben.

Wenn ich es in den Bundestag schaffe, werde ich mich offensiv und entschieden für die Region einsetzen, damit uns die wirtschaftlich herausragende Situation und die hohe Lebensqualität auch in Zukunft erhalten bleibt.“

96 ANTWORTEN VON LUCA PIWODDA (FPA)

Mein Name ist Luca Piwodda von der Freiparlamentarischen Allianz (FPA) und ich kandidiere in Greifswald für den Landtag in Mecklenburg-Vorpommern am 26. September 2021.

Im Juni 2018 habe ich mit ein paar Freunden die FPA als eigene Partei gegründet, wir waren damals alle 18/19 Jahre alt + hatten und haben Bock auf etwas Neues. Das Fragen-Beantworten war mega cool – ich hoffe, euch gefällts!



————————–

-> Wofür stehen Sie?

„Für Politik mit direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die politische Bühne ist noch etwas neu für mich, aber ich kann es mir nicht vorstellen, wichtige Entscheidungen zu treffen, ohne die Menschen mit einzubeziehen.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Die Skepsis, dem Neuen eine Chance zu geben..“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

Besser macht mich nichts. Mein Lebensentwurf basiert auf Freude, Hoffnung und Euphorie, der andere Ansatz auf Furcht, Frust und Blockade.“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„Ich versuche, so viel wie möglich Zeit in der Tagesplanung für die inhaltliche Arbeit einzuräumen, neben Bürokratie & Co. Denn wir wollen wirklich Lösungen finden, wie sich junge Menschen besser politisch beteiligen können und wie wir strukturschwache Regionen neu aufbauen können. Bei der Skepsis ist häufig die Ablehnung erst einmal präsent, konstruktive Ansätze kommen da nicht immer.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Zu denken, dass Inhalte das Wichtigste in der Politik sind.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Auf diese Eigenschaft bin ich mit am Stolzesten, also jo. Meistens weiß ich, was ich heute in drei Wochen machen werde, da mir Organisation wichtig ist.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„An der FPA-Gründung beteiligt sein zu dürfen und nun dazu beizutragen, wie sich unsere Ideen ausbreiten und auf Anklang treffen.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Fußballspieler.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Nach Fußballspieler wollte ich erst Fußballreporter und dann Journalist werden, bis ich zur Politik kam. Mit 15 Jahren stand das für mich fest – ist auch ein bisschen familiär geprägt, weil mein Vater und mein Opa in der Politik sind/waren. Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen, als sich täglich für die Gesellschaft einzusetzen.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Im Mai 2019 habe ich unsere Bürgermeisterkandidatin in meiner Heimatstadt Gartz (Oder) im Wahlkampf unterstützt und sie gewann, aus dem Erfolg habe ich viel über Politik gelernt und irgendwie Stadtpolitik mitgeprägt. Mit der Gründung der FPA habe ich auch die deutsche Parteienlandschaft um eine Option reicher gemacht.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Wir wollen die Wirtschaft neu denken und verstehen sie nicht als Gegner der Sozialpolitik- die Wirtschaft würde von einem bedingungslosen Grundeinkommen, von einem höheren Mindestlohn und von einer intensiveren Start-up-Förderung enorm profitieren. Allgemein sollten wir vom Denken wegkommen, dass Wirtschaftswachstum der heilige Gral ist, sondern uns eher aufs nachhaltige Wirtschaften fokussieren – Bruttonationalglück statt Bruttoinlandsprodukt.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Zu wenig. Ich fahre zwar nicht 3-4 Mal in den Urlaub oder habe keinen SUV, aber häufig nehme ich noch das Auto und nicht die Bahn. Insgesamt achte ich aber auf Nachhaltigkeit, was Lebensmittel und Lebensweise angeht.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Klingt unkreativ, weil es alle sagen, aber trotzdem und unverständlicherweise noch nicht umgesetzt ist: Die Löhne für Arbeitende im Gesundheitsbereich müssen unbedingt erhöht werden; gerade durch die Coronakrise wurde uns noch einmal verdeutlicht, wie wichtig diese Arbeit ist. Krankenhäuser sollten auch keine Unternehmen sein, sondern karitative Einrichtungen – in bestimmten Bereichen muss der Staat ein Monopol haben, dazu zählen auch Krankenhäuser.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Auf Demos gegen den Faschismus und extremistische Tendenzen bin ich dabei und war auch schon Redner.
Das Wichtigste aber: Den Menschen zuhören und ihnen auf Augenhöhe begegnen. Wenn die Menschen spüren, dass sie ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind, wenden sie sich gar nicht fundamentalistischen oder faschistischen Gedanken zu.“

-> Wie wohnen Sie?

„In einer Einraumwohnung in Zentrumsnähe in Greifswald.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Die meisten, vor allem aber „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Sie besitzt eine unglaubliche Kraft, vor allem eine Erholungskraft. Im gleichen Zug kann ich mich als Mensch dafür entschuldigen, was ich zum Teil der Erde, ökologisch gesehen, alles antue.“

-> Was überwältig Sie?

„Sehr gute Reden und besondere Gesten des Altruismus.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Das „Tractatus theologico-politicus“ von Spinoza.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Die Dinge, die mich gerade mit am Meisten beschäftigen, sind Teamführung und Mitgliedermanagement. Ob ich sie gelernt habe, weiß ich aber noch nicht.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Old Town Road“ von Lil Nas X & Billy Ray Cyrus.

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Im Auto läuft bei mir meist Podcast, aber der wird dann leiser gestellt.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Menschen verstehen wollen. So kommt man mit ihnen am Ehesten ins Gespräch und kann ergründen, warum sie so drauf sind und wie man ihnen andere Ansichten zugänglich machen kann.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Mehr Gelassenheit – in manchen Dingen ruhiger werden und einen Blick von außen drauf werfen.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Ja, weil ich einfach noch nicht stark genug war, damit aufzuhören. Die Häufigkeit unterscheidet sich, aber mehrmals pro Woche.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Auf jeden Fall mehr. Der Schritt der G7 hin zu einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmen ist sehr stark, mit solchen Mitteln gelingt es vielleicht sogar, dass amazon 21% des Gewinns an Steuern zahlt.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Harmoniebestrebt.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Derzeit 12,50€. Wird zukünftig je nach Inflation und Wirtschaftslage eher steigen.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Ne. Aber nicht, weil ich Angst habe, sondern eher, weil es zeitraubend ist.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Der war schon. Wir sind hierbei zum Glück zumindest auf dem Weg. Die Regionen, in denen der Kohleausstieg stattfindet, dürfen wir aber nun auf keinen Fall aus den Augen verlieren, ansonsten haben wir dort bald zehntausende Arbeitslose mehr.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Als neue Partei hat man nicht gleich die große Bühne. 1-2 Artikel und Beiträge mehr gehen immer, aber insgesamt habe ich den Eindruck, dass die meisten Medien bemüht sind, ein repräsentatives Abbild der Gesellschaft wiederzugeben.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Kann es und gibt es. Gerechtigkeit bedeutet für mich vor allem Chancengleichheit. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit bekommen, seinen Interessen nachgehen und daraus seinen Lebensmittelpunkt machen zu können. Das heißt nicht, dass alle nun alles geschenkt bekommen, sondern, dass wir als Gesellschaft auch gönnen können und uns für die Anderen einsetzen.“

-> Haben Sie ein Hobby?

Jo, Fußball, Rennrad, lesen und das Wichtigste: Zeit mit Familie und Freunde.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Von den bereits gestorbenen: Friedrich Nietzsche, Niccolo Machiavelli und Karl Marx; im Hier und Heute: Alexandria Ocasio-Cortez, Ferdinand von Schirach und Peter Longerich.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Ja, ansonsten wäre es ja schlimm. Mit das Erniedrigendste muss sein, mit seinen Anliegen auf taube Ohren zu stoßen, das habe ich glücklicherweise bei größeren Dingen noch nicht erleben müssen.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja – in BVB-schwarz-gelb.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Verbieten ohne Hintergrund ist nie eine Lösung, da es nur Frust und im zweiten Schritt eine Überreaktion verursacht. Dinge einschränken und deren Gegenseite umso mehr fördern macht aber Sinn, um eine klare Ausweichmöglichkeit zu besitzen.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Er spielt in meinem Leben nicht die größte Rolle, von daher nichts.“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Cannabis. Allein, dass das hier als „verbotene Sache“ genannt werden muss, ist ein Unding.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Ich, von mir aus gesehen, würde sagen ja. Die Person, die das Auto fährt, wahrscheinlich nicht.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Das Gefühl der Orientierungslosigkeit und permanenten Überforderung, das bei immer mehr Menschen entsteht, in Hoffnung und Optimismus umzuwandeln.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Ja, weil man vom Politischen ins Private abschalten muss, bevor man einschläft.“

-> Was mögen Sie an sich?

„Bei den allermeisten Dingen versuche ich, eine Humorebene reinzubekommen und Sachen unverfälscht zu betrachten.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Fußball, Literatur, das Neueste aus der Heimat und ganz vielen spontanen Themen.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Nichts. Mir persönlich ist es nicht wichtig, Macht zu haben, sondern den Ideen, die ich für richtig halte, Macht zu verleihen.
Die theoretisch-konzeptionelle Dimension der Macht bewunderte ich schon immer und finde sie faszinierend. In der Praxis kann Macht aber immer nur ein Mittel zum Zweck sein, um etwas Gutes zu bewirken.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Einen Hund, manchmal auch durch die Sprache beim eigenen rhetorischen Bellen.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Für kleinere Sachen ständig. Bei größeren Dingen bisher zum Glück noch nie, da es irgendwie eine Team-Entscheidung war.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Ich.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„In täglichen Funktionalitätsbahnen gedacht: Das Handy. Ständiger Informationserneuerer.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Bisher nicht, kommt aber bestimmt noch.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Nein – handwerklich bin ich so gut drauf wie Schalke 04 fußballerisch in dieser Saison.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Erst einmal trösten und verstehen, dass es viele Dinge in der Zukunft gibt, die auch mir Sorgen machen. Aber das Gute ist ja, dass das Kind erst sechs Jahre alt ist und die Zukunft größtenteils selbst mitgestalten und sich dafür einsetzen kann, dass das nicht so weitergeht.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

„Das Machtgehabe und das Böse im Menschen suchend.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Beim ersten Gedanken: Die Heimat, also Gartz (Oder) und Greifswald. Außerhalb davon: Venedig. Aber nur, wenn an allen drei Orten die richtigen Menschen dabei sind.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Make your character great (ohne again).“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Handy weg und entweder schlafen / ausruhen / irgendwo hinfahren (einzelne Variante) oder mit Freunden entspannen.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Ja, wir sind auch heute noch in Kontakt.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Eher das Gegenteil. Ich verpasse manchmal Ereignisse, bei denen ich gerne dabei gewesen wäre.“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Ne.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Gleiche Antwort wie zwei Fragen zuvor.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Wahrscheinlich die enorme Kulturvielfalt und die lange Kulturtradition.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Die grundlegenden Gedanken des Sozial- und Bildungssystems, auch wenn davon gerade Vieles falsch läuft. Aber im Grundsatz: Jeder Mensch soll abgesichert sein, hat freien Zugang zu Wissen und kann sich entfalten.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Nicht unbedingt das Rezept, aber zum Beispiel Kartoffeln und Erbsen aus ihrem Garten mit ihrer Zubereitung sind einmalig.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Ich trage nur schwarze Socken (Einzige Ausnahme: Beim Fußball ist eine andere Farbe notwendig.).“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Ich musste erstmal Spleen googeln. Am Ehesten, dass auf einem Tisch meist alles ordentlich stehen soll.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Gar nicht. Die FPA verkörpert so viel Neues für mich, was die Parteien unbedingt brauchen: Basisdemokratie, Amtszeitbegrenzungen, ein Talentkomitee für echte Nachwuchsförderung, das Losverfahren für einige politische Ämter und und und.
Vor der FPA habe ich kurz bei der SPD vorbeigeschaut, da war nur Machterhalt und nicht Mitbestimmung entscheidend. Auch bei den anderen etablierten Parteien (dazu zähle ich auch die AfD) sehe ich wenig Potenzial. Wahrscheinlich würde ich, wenn die FPA nicht wäre, nicht in einer Partei, sondern in anderen Organisationsformen aktiv sein.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Nö. Habe ich auch nicht vor und bringt auch nichts.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Puh, eine harte Sache. Wahrscheinlich mit ihr besprechen, wie es dazu kommen konnte und dann die Ursachen finden und anschließend vielleicht Lösungen überlegen, wenn sie das will, also über Sozialleistungen und Ähnliches nachdenken.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Bei den Personen, die mir nahestehen, ja. Leute, die bei mir aber nur peripher vorkommen, könnten ggf. auch ruhig schlecht über mich denken, das würde mich nicht verunsichern.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Ein Sportwagen reizt mich nicht, ich fahre einen alten Golf. Meistens bin ich auf Autobahnen ohne Tempolimit auch etwas schneller unterwegs, dennoch im Rahmen des subjektiv gesehen Kontrollierbaren.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Angst ist irrational und ich würde auch probieren, wenn bei mir Ängste auftreten, mich mit ihnen auseinanderzusetzen. Furcht ist da schon rationaler und davon habe ich einige.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Haha ne, bin eher so der Strickjacken oder Manteltyp, eine Option dazwischen gibt es meist nicht.“

-> Wen finden Sie toll?

„Viele Menschen aus meinem privaten Kreis. Außerhalb davon auch viele, zum Beispiel Felix Lobrecht und Claus von Wagner.“

-> Was macht Sie wütend?

„Wenn offensichtlich Ungerechtigkeit passiert, aber dagegen nichts unternommen wird. Und wenn das Alte krampfhaft versucht, sich gegen das Neue zu wehren und letztlich niemand dabei gewinnt. Hier geht es nicht darum, dass vom Alten nichts übrigbleiben soll (im Gegenteil, ohne geht es nicht), sondern dass das Neue ausgebremst wird.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Wichtige Dinge bei der Familie und bei einigen Freunden.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Nicht gut. In letzter Zeit hierzu einige Experimente unternommen, aber das Wahre ist es noch nicht.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Ich sitze gerade, als ich das beantworte (Sorry, aber den konnte ich mir nicht verkneifen). Eine Vielzahl von Faktoren, wie immer: Zum Teil, weil ich es so wollte, zum anderen Teil, weil mich mir nahestehende Leute dorthin gebracht haben.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Habe ich so bewusst gar nicht.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Wenn ich wirklich richtig müde bin, dann schlafe ich. Da kann drumherum passieren, was will.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Jeden Sonntag beim Gottesdienst für die Kollekte. Außerhalb davon für die Tafel hier in Greifswald.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Ja.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Ja. Auch wenn es kein schönes Zeichen ist, dass mit die erste Amtshandlung des Bundestages in einer neuen Legislatur meist die Anhebung der Abgeordnetendiäten ist. Aber Politik ist ein unheimlich aufwendiger und komplizierter Job, der fast immer einen Großteil der Freizeit kostet und sehr viel Druck auf die eigene Person ausübt.
Klar ist das alles selbst ausgesucht und auch ordentlich vergütet, aber eben auch gerechtfertigt.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„In vielen Fällen bekommen sie zu wenig Respekt entgegengebracht. Insbesondere ehrenamtlich aktiven Politikerinnen und Politikern wird meist kein Dank nach einer Tätigkeit ausgesprochen, das ist schade und deshalb wollen auch so wenig junge Menschen in die Politik.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Fällt mir so nicht ein, was ich als gutes Signal deuten würde (oder ich habe es verdrängt).“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Bei schmerzhaften Entscheidungen in der Kommunalpolitik vor Ort.“

-> Woran glauben Sie?

„An keine Religion (ja ich weiß, ich bin nahezu jeden Sonntag in Gottesdiensten, aber das ist eine längere Geschichte). Insgesamt: An das Gute. Das sorgt für eine klare Lebensgestaltung und gibt einem Kraft.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Weil ich Politik in der Art und Weise, wie sie funktioniert, komplett neu denke; solche Ausbrüche aus den regelmäßigen Denkbahnen braucht jedes System. Das qualifiziert mich noch nicht für ein Mandat, aber ich glaube, dass meine Ansätze wirklich ausgereift sind und die Zeit dafür gekommen ist.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Da gibt es einige. Das Zerstörendste und Beschämendste ist das Dritte Reich.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Sehr coole Frage, wird Politikerinnen und Politikern viel zu selten gestellt! Für meine Ungeduld, obwohl die auch in bestimmten Fragen wie der Klimakrise und der Kinder- und Jugendbeteiligung angebracht ist. Das war jetzt auch nur ein Rückschluss auf „Warum solltet ihr mich alle wählen?“, aber so richtig scheine ich keine politische Antwort auf die Frage zu finden. Privat gibt es einige Kleinigkeiten im Alltag, aber die bestimmen meine politischen Handlungen nicht.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Nja, seit sechs Monaten habe ich mit einem Kumpel einen eigenen Podcast, seitdem kommt man besser damit klar.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Lampenfieber ist in den inzwischen drei Jahren Politik sehr viel weniger geworden, jetzt wirklich nur noch vor größeren Sachen.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Am Lebensabend möchte ich auf der Terrasse meines Hauses sitzen und mir sagen: ´Ja, du hast das gemacht, was du konntest.´ Also zufrieden mit sein und dann immer noch morgens in den Spiegel gucken können (wahrscheinlich aber mit einer Brille, da komme ich im Alter nicht drumherum).“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Stolz ist ein schwieriger Begriff. Ich kann nur auf etwas stolz sein, dass ich selbst vollbracht habe. Über alles andere bin ich eher froh, zum Beispiel, dass ich in Deutschland in guten Verhältnissen aufgewachsen bin.
Stolz bin ich auf einen verwandelten Elfmeter in einem Fußball-Pokalfinale, der uns den Sieg brachte. Ansonsten fallen mir so spontan nicht wirklich Dinge ein, auf die ich stolz bin. Ich bin aber über total viele Dinge glücklich.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Nur eine Luftpistole in einem Urlaub, das war aber ein einzelnes Ereignis. Ansonsten zum Glück nicht.“

-> Welche Frage fehlt?

„Wenn ich es bei all den Fragen nicht geschafft habe, Einblicke in mein Denken und mein Leben zu geben, dann bin ich selbst dran schuld.“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Ihr wählt damit nicht nur mich, sondern die Freiparlamentarische Allianz (FPA). Eine Partei aus jungen Menschen, die Dinge anders und neu denkt und frischen Wind in die Politik bringt. Ihr habt ja nun viel über mich gelesen, wenn ihr das gut fandet: Genauso spannende Menschen gibt es zu Hauf in der FPA – wenn ihr es doof fandet: Die FPA ist echt eine inspirierende Partei und ja, sie schlagen sich auch mit mich herum, aber insgesamt ist sie echt spitze!“

96 ANTWORTEN VON MICHAEL SCHÄFER (DIE LINKE)

Mein Name ist Michael Schäfer und ich kandidiere für den Gemeinderat in Großenkneten.
Ich trete für die Partei DIE LINKE, zusammen mit Bastian Lahrmann, an. Ich habe mich gerne mit deinen Fragen beschäftigt. Viel Spaß beim Lesen!!

————————–

-> Wofür stehen Sie?

„Ich stehe für ein gerechtes Miteinander. Faires und freies Zusammenleben. Jeder Mensch soll die gleichen Chancen auf ein freies und selbstbestimmtes Leben haben. Dafür setze ich mich ein. Ich stehe für Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Transparenz.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Ich denke nicht in Kategorien wie Konkurrenz oder Gegner. Ich trete an zur Wahl des Gemeinderates. Ich denke die meisten Kandidaten wollen das Beste für Ihre Gemeinde, nur wie dies aussieht, ist unterschiedlich. Ich bilde ein Team mit Bastian Lahrmann und wir sind einfach eine Alternative zu den bisherigen Amtsinhabern, welche neue und lösungsorientierte Ziele verfolgen. Ich sehe das nicht als Konkurrenz.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Meine Mitbewerber haben mehr Erfahrung aber auch einen Tunnelblick.“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„Mir sind die Menschen in der Gemeinde wichtig. Alle Menschen…… Ich möchte wirklich das Beste für die Menschen. Die Verwaltung, die Wirtschaft und alle Institutionen sind für die   Menschen da und nicht umgekehrt.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Ich habe einige Fehler gemacht, den Größten würde ich jetzt noch nicht benennen, ich habe noch ein paar Jahre vor mir.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Ich würde sagen ja. Wird mir von Dritten schon bestätigt. Ich gebe mir zumindest Mühe.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Vier Touchdowns in einem Spiel … ach nee, das war Jemand anderes!! Mein größter Erfolg sind meine beiden Töchter!! Zwei tolle junge Frauen, die mich jeden Tag stolz machen!!       
Allerdings ist mein Beitrag nur 50%, ihr Mutter hat die andere Hälfte beigetragen.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Ich glaube Polizist.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Mein Entschluss in die Politik zu gehen kommt spät und eher unerwartet. Ich habe mich immer für Politik interessiert aber ich hatte bisher andere Prioritäten. Das hat sich geändert und ich möchte meine verbleibende Zeit nutzen, die Welt für meine Kinder besser zu machen. Klingt sehr ambitioniert aber Babyschritte führen zum Erfolg..“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Bisher habe ich politisch noch nicht viel erreicht aber ich habe meine Einstellung verändert, das ist der erste Schritt….“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Auch wenn ich Linker bin, sehe ich die Wirtschaft nicht als Feind. Jeder soll sein Auskommen haben. Ich wünsche mir die Wirtschaft als Partner auf Augenhöhe. Es gibt Konzerne, welche skrupellos unfassbar hohe Gewinne erzielen und gleichzeitig gibt es Menschen, die nicht wissen was sie den Tag essen sollen. Das passt in meinen Augen nicht. Da müssen wir das System anpassen und mehr Gerechtigkeit schaffen. Ich denke, die Wirtschaft hat ein Interesse daran, dass ihre Mitarbeiter zufrieden sind und genug Kapital im Umlauf ist, damit auch wirtschaftlicher Erfolg in gesundem Maße möglich ist. Unkontrolliertes Wachstum nennt man auch Krebs.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Persönlich bin ich da auf dem Weg der Besserung. Ich achte zunehmend auf meinen CO2-Abdruck und versuche, nachhaltig zu agieren. Es wäre aber scheinheilig zu behaupten, dass ich    nicht auch „sündige“, ich verbrenne auch schon mal unnötig Benzin mit meinem Motorrad. Politisch bin ich aber überzeugt, dass jede Gelegenheit genutzt werden muss, um alternative            Energie zu gewinnen und zu nutzen. Jedoch müssen die Menschen sich das auch leisten können. Damit meine ich nicht den Strompreis, sondern Alles was zum Energiewandel nötig ist..“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Derzeit betreibe ich Politik als Hobby. Persönlich arbeite ich hauptsächlich am Rande unseres Gesundheitssystems. Ich habe ein persönliches und politisches Interesse, genau hier meine Erfahrung einzubringen. Ich bin absolut gegen die Privatisierung im Gesundheitswesen und plädiere für massive Änderungen. Zum Beispiel die Rekommunalisierung von Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen dieser Art. Ferner muss es eine Kranken- und Pflegeversicherung geben, in welche jeder einzahlt und jeder muss die Behandlung bekommen, die nötig ist.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Alles was in meiner Kraft steht! Ich denke eine Ursache für Faschismus ist die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Auch schlechte Bildung fördert in meinen Augen den wachsenden Faschismus. Da ich mich sehr für Geschichte interessiere, versuche ich durch Aufklärung und Argumentation Menschen zu überzeugen, dass Faschismus für Nichts eine Lösung ist!“

-> Wie wohnen Sie?

„Zu Miete in einem sanierten Altbau in einem größeren Dorf.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Früher war alles besser.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Die Erde ist ein toller Planet mit nahezu unendlichen Geheimnissen. Wir werden sie nie verstehen. Aber ich denke, wir werden sie auch nicht zerstören, sondern unbewohnbar für uns machen. Wenn der Mensch weg ist, wird die Erde wieder neu starten.

-> Was überwältig Sie?

„Natur!! … Ich glaube nicht an Gott aber die Natur ist für mich das Göttliche.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Der neunte Arm des Oktopus.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Ich lerne immer Neues. Aber gezielt lerne ich noch E-Bass spielen.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„The Numbers“ von Rise Against.

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Kommt vor …“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Ich versuche es mit Aufklärung und Bildung. Für mich gibt es nur zwei Arten von Menschen: Arschl… und Nicht-Arschl…, man hat immer die Wahl was man sein möchte.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Ich würde gerne Musik machen können.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Ja, ich esse gerne Fleisch. Fast täglich.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Ich bin für die Einführung einer Quellensteuer. Durch diese werden die Gewinne dort versteuert, wo sie erwirtschaftet werden. Diese Steuern würden sich dann an der Größe des Unternehmens berechnen und Alles über einem definierten Freibetrag mit bis zu 50% besteuern. Da bleibt noch genug über für Herrn Bezos. So würde ich mit allen Konzernen umgehen. Mit dem Geld kann man viele Leistungen für Alle finanzieren.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Ich bin normal.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Das hängt von der wirtschaftlichen Lage ab. Der Mindestlohn muss bei durchschnittlicher Arbeitszeit ein Auskommen ermöglichen ohne Zweitjob oder Sozialleistungen.
Deutlich mehr als jetzt..“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Nein! Ich bin früher in brennende Häuser gelaufen aber Zahnarzt ……“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Vor fünf Jahren.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Kommt darauf an, ist sehr unterschiedlich.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Theoretisch ja. Da gibt es berühmte Theorien, auf welchen auch die Philosophie Der Linken basiert. Der Faktor Mensch ist das Problem an den Theorien. Die bisherigen Versuche dies in            die Praxis umzusetzen sind auch dramatisch gescheitert. Aber ich bin optimistisch und glaube tatsächlich noch an das Gute in den meisten Menschen und denke, wenn man will, kann man          einer sozialen Gerechtigkeit schon sehr nahe kommen.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Ja, diverse Interessen, Motorrat fahren, Musik und jetzt die Politik.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Für Helmut Schmidt ist es zu spät. Es gibt sicher eine Menge Menschen mit denen ich gerne mal reden möchte, von vielen weiß ich es noch nicht. Den Erfinder von Kabelbindern würde ich gerne kennen lernen, eine viel zu wenig gewürdigte Erfindung!!.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Meistens …. Ich halte mich auch für eine ehrliche Haut, was mein Leben nicht immer einfacher macht.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja, hatte ich.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Wertpapierhandel! Geld vermehrt sich nicht, es muss erwirtschaftet werden. An den Börsen wird nur gezockt.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Wer ist das???“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Cannabis, staatlich kontrolliert.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Kommt darauf an wen man fragt …. Eher ja, denke ich.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Da gibt es Viele aber ich denke ein Umdenken und die nötigen Änderungen in unserer Gesellschaft sollten schnell angegangen werden. Mehr Bescheidenheit und Respekt sind            bitter nötig. Der Rest kommt dann schon …“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Ja, nach 30 Jahren Schichtdienst klappt das meistens auf Kommando..“

-> Was mögen Sie an sich?

„Ich versuche echt zu sein, das macht Vieles leichter. Außerdem bin ich recht reflektiert und überdenke mein Handeln stetig ohne zu zweifeln.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Musik, Filme und Serien.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Handlungsspielraum und Verantwortung.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Einen Fisch.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Bewusst … gestern.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Ich.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Schwierig … eine richtige Toilette.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja, aber fragen Sie nicht meine Töchter.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Ja, natürlich und sie blieb heile.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Dass ich und alle die ich kenne ihr Bestes tun, damit das Kind keine Angst haben muss. Dann bekommt es ein Eis.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

„Das sind die ungeschriebenen Gesetze, welche man schlecht umgehen kann. Aber es gehört zu einer Demokratie immer   eine Einigung zu finden, nach Möglichkeit nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Puh, das ist schwer! Ich bin ein paar Jahre zur See gefahren, hab also schon einiges gesehen. Aber im Kreise meiner Lieblingsmenschen ist immer der tollste Ort. An zweiter Stelle kommt Wacken!!“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Nichts … Er würde es nicht verstehen..“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Kein Standby-Betrieb, Heizung runter bei Abwesenheit, Fahrgemeinschaft usw. Eher kleine Beiträge aber es werden immer mehr.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Ja, er ist leider mit 16 Jahren verstorben.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Da fällt mir Nichts ein.“

-> Finden Sie sich wichtig?

„In gewissen Rahmen schon. Ich bin einigen Menschen wichtig, dass bekomme ich zu spüren. Aber am Ende wird man an seinen Taten gemessen, dann zeigt es sich.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Die Antwort ist zu persönlich.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Ich habe schon mit vielen Ausländern gesprochen. Meistens wird unser Disziplin bewundert. Ich denke viele Menschen waren neidisch auf unser Sozialsystem bevor es von Rot/Grün und der Groko zerlegt wurde.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Unsere freiheitliche Ordnung und der Rechtsstaat. Es ist mein absolutes Ziel, den zu erhalten.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Sahnehering selber eingelegt, mit Pellkartoffeln.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Nein.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Ich hab einige Spleens aber ob die sympathisch sind, wage ich nicht zu beurteilen.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Ich habe mir DieLinke bewusst ausgesucht. Ich war vor vielen Jahren mal in der CDU, aber den Fehler konnte ich korrigieren.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Ja und anschließend haben wir uns gemeinsam betrunken.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Puh, Trost oder Versprechen helfen ihr wenig. Ich war kurze Zeit bei den Tafeln aktiv und habe solche Menschen kennengelernt. Gerade hier ist Respekt wichtig und alles zu tun, um diese Ungerechtigkeit zu ändern. (Mindestrente)“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Nicht besonders wichtig aber egal ist es mir nicht. Ich verbiege mich nicht, um anderen zu gefallen. Ich muss noch in den Spiegel schauen können.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Ganz ehrlich …. ich habe kein Interesse mit einem Sportwagen auf der Autobahn zu rasen. Ich befürworte ein Tempolimit auf Autobahnen von 130Km/h. Ich habe genug tote Menschen auf     der Autobahn gesehen.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Kontrollverlust.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Ich besitze drei unterschiedliche Jacken, das zählt aber nicht.“

-> Wen finden Sie toll?

„Da gibt es einige Menschen … Torsten Sträter spricht mir oft aus der Seele oder Jochen Malmsheimer bewundere ich für seine Sprache. Volker Pispers bewundere ich auch sehr für            seinen Mut.“

-> Was macht Sie wütend?

„Arroganz, Ignoranz und Ungerechtigkeit.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Meine Kinder oder Essen.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Nein, ich koche gerne aber Backen überlasse ich gerne anderen.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Das ist eine etwa 50 Jahre lange Entwicklung mit einer Menge Erfahrungen. Es wird Zeit dies zu nutzen, um es anderen leichter zu machen.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Ein blauer Teddybär, den mein Vater mir aus London mitgebracht hat. Er war größer als ich damals.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Kommt darauf an … Wenn das selten vor kommt, dann Gehörschutz in die Ohren und hoffen, dass die Musik nicht zu schlecht wird. Kommt das häufiger vor, spreche ich sie an.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Sea Shepherd.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Ja, bin ich aber nicht stolz drauf.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Was ich bisher mitbekommen habe, denke ich ja aber vielen reicht es scheinbar nicht. Das ist aber ein charakterliches Problem. Wer in die Politik geht um viel Geld zu verdienen, ist dort falsch.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Es ist das mit dem verdienen und bekommen. Ich denke einige Politiker bekommen zu wenig Respekt aber auch viele verdienen keinen Respekt..“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Kann ich echt nicht sagen. Ich versuche immer ehrlich zu sein, nur manchmal versucht man Menschen nicht unnötig zu verletzen und agiert entsprechend.“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Heute.“

-> Woran glauben Sie?

„An die Natur …. Sie ist die große regelnde Macht, nicht das wirtschaftliche Wachstum..“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Für den echten Willen etwas zu verändern und für meine ehrliche Aufrichtigkeit.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Oh, da gibt es einige aber der dramatischste Fehler bis jetzt ist das 3. Reich.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Gegenthese, spannend …. Wenn ich kein Interesse an Veränderung hätte und nur meinen persönlichen Erfolg im Auge behielte, sowie gierig wäre. Ich vermute auch, dass ein „Ich bin ja kein Nazi aber ….“- Mitbürger mich auch nicht wählen würde..“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Ich finde es immer sehr befremdlich, wenn ich sie selber bewusst höre, aber ich empfinde sie nicht als störend..“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

Immer wenn ich vor anderen Menschen sprechen muss.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Im Rahmen meiner Möglichkeiten Dinge zum Besseren verändert haben.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Erstmal auf meine Kinder und dann darauf, dass ich bin wie ich bin. Außerdem habe ich vielen Menschen geholfen, ob im Rettungsdienst, der Feuerwehr oder auch so. Das macht mir           Freude und erfüllt mich mit stolz, ohne dass ich damit hausieren gehe.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Ja, ich war 12 Jahre Soldat.“

-> Welche Frage fehlt?

„Ob ich meine Nebeneinkünfte angeben würde?“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Ich bin kein typischer Politiker. Ich habe immer gesagt, ich gehe nicht in die Politik und habe mich jetzt doch überzeugen lassen. Ich werde all meine Erfahrung einsetzen, um meine Ziele zu erreichen. Ich bin sehr lösungsorientiert und reflektiert, das grenzt mich von vielen anderen Politikern ab.
Ich strebe keine Privilegien an und möchte auch nicht ins Rampenlicht, mir ist es wichtiger gute Lösungen zu finden.“

95 ANTWORTEN VON SOPHIE GRIESBACHER (Volt)

Heute beantwortet Sophie Griesbacher, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der relativ jungen Partei Volt Deutschland, meine Fragen.

———————

-> Wofür stehen Sie?

„Für soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und ein vereintes Europa.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Die Unbekanntheit.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Da passt jetzt die Antwort davor nicht…“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„……und hier auch nicht. :D“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Meine erste eigene Wohnung. Die hatte zu viele Spinnen und zu wenig warmes Wasser beim Duschen.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Tatsächlich sehr.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Das Mathe-Abi zu bestehen (ist in Bayern verpflichtend und ich war extrem schlecht in Mathe).“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Polizistin.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Ich habe einen extrem starken Gerechtigkeitssinn und habe immer wieder gemerkt, dass wir an verschiedenen Ungerechtigkeiten und strukturellen Problemen am besten politisch arbeiten können.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Ich konnte viele Menschen und gerade Frauen dazu motivieren, sich politisch zu engagieren.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Ich setze mich für nachhaltige Geschäftsmodelle ein, die langfristig sinnvoll sind und unsere Wirtschaft und Arbeitsplätze sichern.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Ich setze mich für den Klimaschutz ein, für die Einhaltung des 1.5 Grad-Ziels, für CO2- und Klimaneutralität. Privat verzichte ich auf ein Auto, esse kein Fleisch mehr und vermeide, wenn möglich, Flugreisen. Jeder Schritt zählt.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Gemeinsam mit Volt mache ich mich stark für bessere Bedingungen im Gesundheitssystem – sowohl für Patient*innen, als auch Personal. Die psychische und physische Gesundheit muss im Vordergrund des Gesundheitssystems stehen und nicht die Wirtschaftlichkeit. Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen, bessere Planbarkeit, mehr Digitalisierung und vor allem mehr Zeit im Gesundheitssystem.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Ich bin in einer Partei, die sich gegen Faschismus stark macht. Mit jeder Kleinigkeit, die wir alle täglich tun, machen wir uns gegen Faschismus stark, indem wir ihn aufzeigen, Faschist*innen zur Rede stellen und zeigen, wie es anders geht. Das muss in jedem Post, jeder Rede und jedem Interview mitschwingen.“

-> Wie wohnen Sie?

„Mein Freund und ich wohnen in einer 2-Zimmer Wohnung in Ramersdorf – inklusive Balkon mit Blick auf Eichhörnchen.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Ober sticht unter.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Du bist wunderbar!“

-> Was überwältig Sie?

„Die große Hilfe meiner Freund*innen und Bekannten, die mir momentan helfen, zur Bundestagswahl antreten zu dürfen – DANKE!“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Das ist mir glücklicherweise schon so lange nicht mehr passiert, dass ich es ehrlich gesagt nicht mehr weiß…“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Dass es nicht nur Fernwärme, sondern auch Fernkälte gibt.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Hollywood Hills von Sunrise Avenue“.

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Ja.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Ansprechen. Immer und immer wieder. Auch wenn es weh tut und zu unfassbar schwierigen und unangenehmen Gesprächen führt.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Ich würde sehr gerne viele verschiedene Sprachen sprechen können.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Nein.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Anteilig genauso viele, wie alle anderen Unternehmen in Deutschland auch.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Ich habe eigentlich immer Hunger.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Es muss zu einem vernünftigen Leben reichen. Momentan würde ich hier 12-13€ die Stunde ansetzen.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Absolut nicht – aber mein Zahnarzt ist top, liegt nicht an ihm!“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Ungefähr vorgestern…“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Etwas unterrepräsentiert trifft es wahrscheinlich am besten.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Ja kann es. Davon sind wir momentan aber sehr weit entfernt. Zur kompletten sozialen Gerechtigkeit ist der Weg unfassbar weit, aber wir müssen uns dennoch auf den Weg machen, und uns dem Ziel annähern.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Ich hatte welche, aber dann kam die Politik. Eigentlich lese ich gerne, treffe mich mit Freund*innen und verbringe Zeit bei den Pferden.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„David Ben Gurion.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Meistens glücklicherweise schon.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja, klein aber fein.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Nachdem der ÖPNV endlich vernünftig ausgebaut ist: Inlandsflüge innerhalb Deutschlands.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Stehen Sie hinter dem, was Sie tun? Denken Sie, das ist richtig?“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Die Entkriminalisierung von Drogen nach dem portugiesischen Modell.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Nein, ich mische mich immer viel zu viel ein.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Die Folgen der Pandemie und der Klimawandel.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Manchmal schon, meistens mache ich mir aber zu viele Gedanken…“

-> Was mögen Sie an sich?

„Meinen Gerechtigkeitssinn.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Über Pferde.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Macht bedeutet für mich, dass ich mich für andere Menschen und für Werte einsetze, wann immer es mir möglich ist.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Das Maunzen einer Katze.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Gestern.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Ich. Wenn es mein Freund tut, schreibt er nicht auf den Karos und ich kriege die Krise.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Einige ehrlich gesagt… Handy und Haargummis sind wohl das wichtigste.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Nein.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Was macht dir Sorgen? Lass uns zusammen schauen, was wir dagegen tun können.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

„Politik ist mühselig, dauert lange und manchmal ist man auch mit den besten Gedanken machtlos.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Tel Aviv.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Nichts.“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Geräte ausschalten bzw. ausstecken und das Licht nur da anmachen, wo ich wirklich gerade bin“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Nein.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Rückblickend hätte ich vielleicht ein halbes Jahr oder Jahr im Ausland verbringen sollen. Aber vielleicht wird das ja noch kommen.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Eine globale Pandemie.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Sicherheit und unser Gesundheitssystem (im Vergleich zu vielen anderen Ländern).“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Sicherheit und unser Gesundheitssystem (im Vergleich zu vielen anderen Ländern).“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Omas Kartoffelsalat mit Gurken.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Nein, entweder schwarz oder kunterbunt.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Ich habe immer Hunger.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Nein. Ich war aber mal passives Mitglied der FDP“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Nein.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Es tut mir leid. Das sollte so nicht sein und ich versuche, das zu ändern.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Ja.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Wahrscheinlich ca. 160 km/h“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Vor Spinnen und davor, nicht gut genug zu sein.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Nein.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meinen Freund“

-> Was macht Sie wütend?

„Ungerechtigkeit.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Essen.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Ja. Erdbeerkuchen und Muffins.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Aufgrund einiger bewusst getroffener Entscheidungen wie meinem Studium, aber vor allem aufgrund einer großen Menge Zufälle und Glück.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Im Wäschekorb im Garten meiner Eltern sitzen.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Rübergehen, klingeln und fragen, ob sie ein bisschen leiser feiern können (ja, ich bin spießig).“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Vor ca. einer Woche an den Tierschutz für Katzen.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Ja, diverse Insekten vermutlich…“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Vor allem auf lokaler Ebene definitiv nicht.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Die meisten Politiker*innen verdienen deutlich mehr Respekt, als sie bekommen. Wir haben momentan eine sehr unangenehme Fehler- und Kritik-Kultur in Deutschland, die ich häufig als sehr respektlos empfinde.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Vermutlich jeden Abend, wenn ich eigentlich ins Bett gehen will und dann doch noch eine halbe Stunde am Handy verbringe.“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Anstatt zu sagen, dass ich keine Zeit habe, habe ich gesagt, dass ich nichts unternehmen möchte – manchmal braucht man euch einen ruhigen Abend alleine.“

-> Woran glauben Sie?

„An den Fortschritt.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Für meine Sozial- und Gesundheitspolitik.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Die Shoa.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Ich würde mich wählen, sonst würde ich nicht kandidieren. Wer aber mit meinen Werten nicht übereinstimmt, sollte mich wohl besser nicht wählen.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„In meinen Ohren ja, auf Aufnahmen weniger.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Vor allem vor Reden.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Irgendetwas, das bleibt und das etwas für andere besser gemacht hat.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Auf meinen Gerechtigkeitssinn.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Ja.“

-> Welche Frage fehlt?

„Die nach dem Lieblingstier – Elche!“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Weil ich ganz normal und ehrlich bin – beides Dinge, die in der Politik stark unterrepräsentiert sind.“

96 ANTWORTEN VON KRESZENTIA FLAUGER (DIE LINKE.)

Ich finde die Idee mit den 96 Fragen an Politiker*innen klasse – und darum mache ich da gern mit.

Ich bin 55, verheiratet und war von 2008 bis 2013 Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag. Seit 2011 bin ich (die einzige linke) Ratsfrau in Wildeshausen und seit 2016 Kreistagsabgeordnete im Landkreis Oldenburg. Für beides möchte ich gern auch im Herbst wieder gewählt werden.

-> Wofür stehen Sie?

„Für mich wäre eine Welt ideal, in der niemand ausgegrenzt würde, alle dabei sein können, alle genug für ein gutes Leben in Frieden haben u nd in der wir sehr sorgsam mit unserer Erde umgehen. Dazu will ich im Rahmen meiner Möglichkeiten beitragen.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Manchmal ich selbst, ich stehe mir gelegentlich selbst im Weg. Sonst sind meine größten Konkurrent*innen Menschen, die andere diskriminieren und mit Lügen und Halbwahrheiten Politik machen wollen, wie die AfD..“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Die AfD stellt Dinge sehr einfach dar.“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„Ich stelle Dinge realistisch dar.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Meine erste Ehe.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Ja, das denke ich schon und andere beschreiben mich auch so.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Das möchte ich eigentlich gar nicht selbst beurteilen. Aber ich bin zum Beispiel ein bisschen stolz, dass ich Anfang der 2000er als Gesamtbetriebsratsvorsitzende in harten Verhandlungen maßgeblich für einen sehr guten Sozialplan gesorgt habe.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Chirurgin.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Ich bin in einer Arbeiterfamilie mit vier Geschwistern aufgewachsen. Da habe ich erlebt, dass es große soziale Ungerechtigkeiten gibt und dass Armut ausgrenzt, und ich habe mir immer gewünscht, das ändern zu können. Vielleicht war es darum irgendwie logisch, dass ich nach vielen Jahren Betriebsratsengagement dann parteipolitisch aktiv wurde.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Längst nicht so viel wie ich mir gewünscht hätte, aber doch einiges: Eine Straße hier trägt nun nicht mehr den Namen eines Nazis, der von 1939 – 1945 Bürgermeister war. Es wird ein Integrationskonzept für unsere Stadt erarbeitet. Es werden Sozialwohnungen errichtet. Auf meinen Antrag hin wird es wahrscheinlich ab Beginn der nächsten Wahlperiode einen Livestream der Ratssitzungen geben. Und anderes mehr.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Ich setze mich gern für kleinere Unternehmen ein, die ehrlich ihre Steuern zahlen und anständig mit ihren Mitarbeiter*innen umgehen.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Mich für energieeffizientes Bauen einsetzen und für flächensparende Bauweise, für den Erhalt von Bäumen und Grünflächen, für besseren öffentlichen Personennahverkehr.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Dafür kann ich auf kommunaler Ebene leider nur wenig tun – jetzt gerade spreche ich mich für eine finanzielle Unterstützung des örtlichen Krankenhauses durch Landkreis und Stadt aus.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Ich trete immer wieder faschistischen Aussagen entgegen. Ich habe schon Veranstaltungen gegen Rechts organisiert und das wird auch sicher wieder geschehen.“

-> Wie wohnen Sie?

„In einem Einfamilienhaus.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Morgenstund hat Gold im Mund.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Du bist unglaublich schön, komplex und stark.“

-> Was überwältig Sie?

„Schöne Landschaften.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Das Foucaultsche Pendel“ von Umberto Eco.

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Isländisch.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Tears in Heaven“.

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Haha – nein, auf die Idee bin ich noch nie gekommen.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Ich benenne diese Dinge als das was sie sind. Das führt oft zu konfliktgeladenen Auseinandersetzungen, aber der Widerspruch ist wichtig.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Ich würde gern mit einem Fingerschnipp an einem beliebigen Ort sein können (samt notwendigem Gepäck).“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Ja, zwei oder drei mal pro Woche, seltener als früher.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Soviel, wie dem hier erwirtschafteten Gewinn entspricht – diese ganze Steuerflucht und Steuervermeidung ist gesellschaftlich unverantwortlich und gehört unterbunden.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Ich will gar nicht normal sein – aber es ist sicher normal, dass ich einen ausgeprägten inneren Schweinehund habe.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Ich teile da die Auffassung meiner Partei: Ein gesetzlicher Mindestlohn von 13 € pro Stunde ist jetzt nötig – sonst landet man auch nach lebenslanger Vollzeitarbeit in Altersarmut. Gerecht wäre das aber in vielen Unternehmen immer noch nicht – wo in den Chefetagen Millionen gezahlt werden, sind die Gehälter der Beschäftigten im Verhältnis dazu deutlich zu gering.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Nein, nicht gern, aber ich finde es auch nicht schlimm.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„1984. Im Ernst, er wäre längst fällig gewesen.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Ich weiß nicht genau, wie die Frage gemeint ist, aber ich bin im großen Ganzen zufrieden damit, wie die örtliche Presse meine Äußerungen und Pressemeldungen aufgreift und wiedergibt. Das war in meiner Zeit im Landtag deutlich schlechter.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Sicher, aber dafür müssten sehr, sehr viele sich gegen die Ungerechtigkeit zusammentun.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Zu viele eigentlich, und ich hätte Lust, mir noch mehr zuzulegen. Eines meiner Hobbies ist Stricken.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Mit Noam Chomsky – ein sehr kluger Mann.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Ja, ganz überwiegend.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Nein, ich habe mit meinen drei Schwestern ein Zimmer geteilt.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Ausbeutung – von Menschen und Natur.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Wie skrupellos muss man eigentlich sein, um Menschen so zu belügen, zu täuschen und aufzuhetzen?“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Die Besetzung von Häusern, die die Besitzer absichtlich leerstehen lassen.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Ja, kein Problem.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Kapitalismus – für Geld werden Menschen ausgebeutet und Natur zerstört.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Fast immer – das war aber auch schon mal ganz anders.“

-> Was mögen Sie an sich?

„Dass ich geradlinig und authentisch bin.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Über 1000 andere Themen, über Gemüseanbau im Garten, über Filme, über Reisepläne…“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Macht bedeutet für mich, Entscheidungen treffen oder mindestens beeinflussen zu können, die nicht nur mich selbst betreffen. Insofern habe ich in kommunalen Mandaten ein kleines bisschen Macht und sollte ich sie je missbrauchen, soll mich bitte niemand mehr wählen.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Den Gesang einer Weinbergschnecke.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Vorgestern.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Mein Mann und ich haben eine Einkaufszettel-App, in die wir eintragen, was einzukaufen ist.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Auf mein kleines Köfferchen mit Werkzeug zur Schmuckherstellung.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja, schon sehr oft.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Ja, öfter.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Möchtest Du mir sagen, worum genau Du Dich sorgst? Dann finden wir vielleicht etwas, was wir dagegen tun können.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

„Dass zuviel Lobbyeinfluss besteht – oder dass vieles ewig dauert.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Der Zeltplatz in Básar auf Island.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Nichts, bei dem würde es eh nicht ankommen.“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Wäsche draußen trocknen statt im Trockner, energiesparende Leuchtmittel verwenden, Standby von Geräten vermeiden, bei Neuanschaffungen von Geräten solche mit niedrigem Stromverbrauch auswählen…“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Nein, daran erinnere ich mich nicht – herrjeh, das ist fast 50 Jahre her :-)“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Ein Studium an einer Präsenzuni.“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Nicht wichtiger als jeden anderen Menschen.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Dass Fortschritte, die ich irgendwann als selbstverständlich nahm, zurückgedreht wurden und werden. Zum Beispiel zu Reisefreiheit in Europa, zur Emanzipation von Frauen, zu Menschenrechten in der Türkei…“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Rechtsstaatlichkeit und Gesundheitsversorgung.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Auch wenn beides durchaus verbesserungsfähig ist: Rechtsstaatlichkeit und Gesundheitsversorgung.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Holunderbeersuppe mit Grießklößen.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Nein, sie sollten schon zur restlichen Kleidung passen.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Ich habe einen kleinen 90-180-360-Grad-Zwang – ich kann es zum Beispiel kaum aushalten, wenn ein Bild schief hängt und lege beim telefonieren meine Stifte parallel zum Tischrand oder Block hin – bescheuert, aber immerhin schadet es niemandem.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Wäre ich nicht erst 2004 parteipolitisch aktiv geworden, sondern z.B. schon zehn oder fünfzehn Jahre früher, wäre ich wohl in die SPD eingetreten.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Ja, als Kind.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Das ist wirklich ungerecht. Niemand sollte in einem reichen Land wie Deutschland in Altersarmut leben.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Zu sagen, es wäre mir egal, wäre eine Lüge. Im allgemeinen versuche ich, nach Abwägung zu tun, was ich richtig finde, auch wenn es dazu kräftigen Gegenwind gibt. Aber abgesehen von so etwas können mich Menschen schon verletzen mit Dingen, die sie über mich sagen, und spätestens dann werden Äußerungen anderer über mich wichtiger als ich es möchte.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Wenn die Sicht- und Witterungsverhältnisse gut sind und ich ausgeschlafen und fit bin … 210 km/h. Ich bin aber trotzdem für ein Tempolimit von 120 oder 130 auf Autobahnen, weil das sicherer, umweltschonender und stressfreier wäre.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Vor Spinnen.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Ich bin nicht sicher, ob das eine Multifunktionsjacke ist, aber ich habe eine wasserabweisende Jacke.“

-> Wen finden Sie toll?

„Alexandria Ocasio-Cortez.“

-> Was macht Sie wütend?

„Wenn jemand mich für dumm verkaufen will und denkt, ich merke das nicht.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Für Menschen, die akut meine Hilfe brauchen.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Ich kann schon backen, aber ich mag nicht und habe darum auch keine Spezialität.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Das ist sicher eine Kombination von klaren Zielen, persönlichem Einsatz, Unterstützung durch andere, günstigen Umständen und Glück.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Meine Oma häuft Heu auf so ein Gestell aus Holzstangen.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Ohrenstöpsel verwenden.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Vor zwei oder drei Monaten, aber ich sage nicht wofür.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Außer Mücken und Fliegen? Ja, eine Amsel mit gebrochener Wirbelsäule.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Ja, in den Vollzeitparlamenten von Bundesländern und Bund schon. Auf kommunaler Ebene ist Politik ein Ehrenamt, da geht es nicht um das Geldverdienen.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Nicht mehr unbedingt. Kritik muss jede/r Politiker*in aushalten, aber es gibt zunehmend auch unflätige Beschimpfungen, anonyme Drohungen und ziemlich gemeine Unterstellungen, vor allem in sozialen Medien. Das führt dazu, dass Menschen, die sich kommunal durchaus engagieren würden, davon Abstand nehmen und dass aktive Kommunalpolitiker*innen lieber aufhören. Dann bleiben die, denen so etwas völlig egal ist, was ich für einen fatalen Auswahlmechanismus halte.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Vor etwa einer Woche, als ich einem anstrengenden Vielredner am Telefon sagte, ich hätte noch einen Termin (OK, das stimmte eigentlich sogar, ich hab ja nicht gesagt, wann …)“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Ich habe jemandem gesagt, dass ich seine neue Frisur nicht leiden mag.“

-> Woran glauben Sie?

„Daran, dass es immer Menschen geben wird, die für eine bessere Gesellschaft kämpfen.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Dafür, dass ich mich für Benachteiligte einsetze.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Der industriell betriebene Massenmord an Millionen Juden und Jüdinnen und anderen „unliebsamen“ Menschen – unter Duldung von viel zu vielen Deutschen.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Dazu fällt mir nichts ein. Würde ich es nicht richtig finden, in Rat und Kreistag gewählt zu werden, würde ich nicht kandidieren.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Ich mag an meiner Stimme, dass sie kräftig ist und nicht so hoch oder piepsig oder so. Aber wenn ich Aufnahmen höre, kommt sie mir immer komisch vor.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Wenn ich einen Redebeitrag halten muss, bei dem ich weiß, dass ich mit meiner Position ziemlich allein stehe.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Etwas, was meinen Mitmenschen in positiver Erinnerung bleibt.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Auf meinen Mut.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Ja, ich habe eine Zeitlang Bogensport gemacht. Und beim Behördenvergleichsschießen habe ich auch Schusswaffen abgefeuert.“

-> Welche Frage fehlt?

„Deep Thought sagt: „Zweiundvierzig““

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Dafür, dass ich mich traue, auch unbequeme Themen anzupacken.“

VIELE ANTWORTEN VON ULRIKE JARSETZ. (DIE URBANE)


Ich bin Ulrike, von Die Urbane. Eine HipHop Partei., DU – 2017 in Berlin gegründet. Wir sind
ein relativ neuer Stern am Politikhimmel, inspiriert von der Frage: Warum mit HipHop in die
Politik gehen?
Die HipHop-Kultur ist eine urbane, globale, emanzipatorische Bewegung, die
ihren Ursprung in den USA der 1970er Jahre hat. Die großen Bedeutungen von
Repräsentanz, Identifikation, Teilhabe, Feminismus, individueller Selbstentfaltung, kreativem Wettstreit und machtkritischer Perspektive wurden in den marginalisierten und diskriminierten People of Color1 Communities geprägt, betrifft aber auch all jene, die auch nur Bruchteil etwas mit den Auswirkungen auf die eigene Selbstwirklichkeit dieser Wörter anfangen können.Für den LV Bayern befinden wir uns derzeit in der Gründung und werden es rechtzeitig schaffen – somit werden wir endlich sichtbarer und wenn alles gut geht, knacken wir die 0,5%-Hürde bei der BTW. Wir benötigen pro Bundesland 500 Unterstützungsunterschriften, um wählbar zu sein und somit wird der/die Ein- oder Andere uns demnächst analog auf der Straße sehen.

Es ist also richtig viel zu tun, um alle gesteckten Ziele zu erreichen.

————————–

-> Wofür stehen Sie?

„Ich schließe mich den Worten meiner Partei an: “Wir stehen für individuelle
Freiheit und Raum für kreative Selbstverwirklichung in einer emanzipatorischen, säkularen, solidarischen und partizipativen Gesellschaft.
Unsere klaren Ziele sind Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und Selbstbestimmung aller Bürger*innen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Abstammung, Alter, Klasse, körperlichen Fähigkeiten oder Merkmalen. Unser achtsames Weltbild liefert die Grundlage für die Herangehensweise an innergesellschaftliche und globale Herausforderungen.”

Ich lerne jeden Tag dazu – vor allem lerne ich derzeit viel von queerfeministischen LQBTQIA*+ und Schwarzen Communitys. Dafür bin ich von Herzen dankbar.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Meine eigener blinder Aktionismus.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Nicht so emotional zu reagieren.“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„So emotional zu reagieren und jeden Tag dazu lernen.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Meine Ehe.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Immer. Zum eigenen Wort zu stehen ist das Wichtigste, was mich noch freiwillig in den Spiegel gucken lässt.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„3 Kinder auf die Welt zu bringen.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Astronomin.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Nach den Sternen zu greifen ist dann auch nichts anderes.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Zuerst einmal bei mir selbst anfangen: Rad & Bahn fahren – laufen – vegetarisch leben – Gärtner*in sein (beruflich) – Genossin in einer solidarischen Landwirtschaft – plastikfrei einkaufen – nachhaltig leben.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Jeden Tag einen Apfel essen. Im Ernst, die Lage im Gesundheitssystem ist so prekär und strukturell kapitalistisch verkommen, da möchte ich persönlich nicht noch direkt zuschauen und gesund darauf hinarbeiten, dass dies zukünftig anders ist.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Antifaschist*in sein – Nazis klar als Nazis bezeichnen. Eine echte Entnazifizierung vorantreiben.“

-> Wie wohnen Sie?

„In einer Mietwohnung eines Mehrfamilienhauses in Bayerns größtem Dorf, auf 47qm, manchmal zu 2., manchmal zu 5. stapelweise quasi.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Das haben wir schon immer so gemacht.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Du phantastische, ganzheitlich runde vollends durch-explodierte Schönheit – Danke von ganzem Herzen, dass Du das schaffst mit uns…“

-> Was überwältig Sie?

„Emotionen.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Gute Frage – das ist sehr lange her. Seitdem ich ausschließlich Bücher von FLINTA* und Schwarzen Menschen lese, bin ich eine noch viel mehr begeisterte Leser*in.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Bei einer Video-Konferenz sollte das Kind im Hintergrund wenigstens eine Hose anhaben.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Monument von röyksopp.“

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Nein. Ich fahre kein Auto. Auf dem Rad sehe ich da keinen Grund.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Unsere politische DNA besteht auf der Benennung, aktiver Veröffentlichung durch einen kreativen Umgang und somit dann das Aufzeigen erster Schritte, damit das ENDLICH mal aufhört. Zudem gebe ich Hate Speech – Workshops, in denen auch immer Teile der anderen unsäglichen Dinge vorkommen.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Beamen. Und Blitz-Dingsen.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Nein. Seitdem meine Eltern mein Haustier Roger (ein Kaninchen) geschlachtet und dann am darauffolgenden Tag in Braten verwandelt haben, nicht mehr. Da war ich 13 Jahre.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Ich verstehe die Frage nicht. Ich weiß, dass dieser Konzern (den ich seit 3 Jahren boykottiere) natürlich 0 Steuern abführt… amazon sollte genau die Höhe an Steuern zahlen, die alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen/Unternehmer*innen zahlen. Punkt.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Atmen.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Hierzu habe ich einfach zu wenig Expertise und würde diese Frage gerne unbeantwortet lassen.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

Ja. Ich habe die Zahngenetetik meines Opas mütterlicherseits und noch nicht eine Behandlung hinter mir.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Jetzt. Heute.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Die Urbane ist kaum öffentlich repräsentiert – was vermutlich daran liegt, dass sich alle namhaften Parteien derzeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckern und Trumpismus par exelance an den Tag legen.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Ja. Ohne Hartz4!“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Ultra-Running.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Audrey Hepburn.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Kommt darauf an.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja. In der Platte im Osten zusammen eins mit meiner Schwester und dann später im Elternhaus ein eigenes – das ist nun das Schlafzimmer meiner Mutter.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Dummheit.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Hier meine Altherrenverfügung für Dich als nächste Handlungsanweisung: https://humani.chat/2020/12/31/altherrenverfugung/ (Das ist mein Blog).“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Cannabis.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Denke schon – aber wenn ich Auto fahre, fahre ich selbst.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Ein Grundverständnis für eine plurale Gesellschaft auf Augenhöhe und die Teilhabe aller Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Schuhgröße, Hirnkapazität und/oder monetärer Ausstattung zu schaffen, zu verankern und dann zu leben.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Ja, immer. Auch im Stehen..“

-> Was mögen Sie an sich?

„Meine Hochsensibilität.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Alles ist politisch. Es geht nicht darum eine Prognose über die zukünftige Wahlentscheidung heraus zu posaunen, sondern das Ganze im Blick zu haben. Und ist selbst die Wahl der Schule des Kindes ein politisches Thema.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Nichts.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Frosch auf amerikanisch (rabbit, rabbit).“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Letzte Woche bei meinen Kindern.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Mein Partner. Der hat da eine App, die ist der Hammer. Ich wäre gerne so durchstrukturiert wie diese App.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Teppich.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Klar – meine Haare, die Haare meiner Tochter, Zöpfe aus Blumen während Wanderungen… an den Hosen, wenn da solche Textilbüschel rumhängen – daraus mache ich auch immer Zöpfe.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Ja. Aber nur unter Protest. Ich bohre sonst nur in die Fugen.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Dieses Kind existiert in meinem Leben tatsächlich und ist derzeit 9. Ich nehme es dann ganz fest in den Arm, streichle über den Kopf, mache ihm Mut und gebe Zuversicht, dass wir das schon hinkriegen. Weil es ja eine starke Mama hat. Und es selbst ein starkes, intelligentes Kind ist.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Hier meine Altherrenverfügung als Handlungsanweisung. Ist zwar auf Deutsch, aber eine selbsternannte Genialität wie Sie wird wissen, was damit zu tun ist.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Ja. Annika aus Königs Wusterhausen.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Die absolute Parität aller Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Schuhgröße, Hirnkapazität und/oder monetärer Ausstattung. (Ich weiß, die gibt´s leider IMMER NOCH nicht. Wäre aber schön!)“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Nein.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Meine Ehe.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Die Berge im Süden und der Strand im Norden – beides ist recht einfach in einem Tag erreichbar.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Die Berge im Süden und der Strand im Norden – beides ist recht einfach in einem Tag erreichbar.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Soljanka.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Nein. Sie sind schwarz.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Mein innerer Monk – ich passe alles in geometrischen Formen an.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Nein.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Nein. Ich habe eine Regenjacke für Laufen, Wandern und Radfahren.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meine Kinder und meinen Partner. Und Dave Gahan von Depeche Mode.“

-> Was macht Sie wütend?

„Alte weiße Männer (und leider auch Frauen), die Menschen ungefragt entweder in Schubladen stecken und/oder die Welt erklären & das Geschwafel von ewig Gestrigem. Diese offen gelebte Scheinheiligkeit und Doppelmoral so manch namhafter Leute … aaarg – ich bin schon wieder wütend.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Wenn mich meine Kinder brauchen.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Nein, ich kann nicht backen. Im Winter stehen immer mal Plätzchen an und selbst die verbrennen in schöner Regelmäßigkeit.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Die Spritze im Hintern und mein Gesicht im Schaffell (den Geschmack habe ich bis heute abgespeichert). Ich hatte früher Pseudokrupp und meine Mutter ließ des Nachts den Doktor kommen. Es war 1984, in der DDR. Da war niemand wirklich zimperlich.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Mir n Bier abholen. Oder 2.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Für den Verein Digitalcourage.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Nacktschnecken stecke ich Gläser und lasse sie darin in der Sonne langsam verbruzzeln – manche zerschneiden die ja, das kann ich nicht.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„JA.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Kommt darauf an, um wen es sich handelt.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Autobahnen.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Wie sie oft klingt, nicht. Was sie sagt: ja, immer.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Immer. Ich bin keine Rampensau.“

-> Welche Frage fehlt?

„Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei?“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Wir sind alles Menschen. Und alles ist politisch. Jede Person hat die Möglichkeit in ihrem Tun und Sein politisch aktiv oder passiv zu wirken. Nichts rechtfertigt, sobald einer Person Grund- und Menschenrechte abgesprochen werden und genau dafür müssen wir alle als plurale und offene Gesellschaft einstehen.
Geht wählen – ich weiß, bei dieser Wahl geht es um einen grundlegenden Politikwechsel und den können nur etablierte Parteien herbeiführen – jedoch def. nicht mehr die derzeitig bestehende Koalition.“

96 ANTWORTEN VON DAVID KURZKE. (DIE PARTEI)


(Kann alles tragen: David Kurzke)

Hi Sorgenboy

hier kommen meine 96 Thesen zu deinen 96 Fragen.

Anbei noch der Link zu meinem offiziellen Facebook Profil.
https://www.facebook.com/David-Kurzke-Die-PARTEI-102267574981151

Ach so ich bin Kreistagsabgeordneter im Kreistag des Main-Taunus-Kreis.


-> Wofür stehen Sie?

„Für mehr Seriosität in der Kommunalpolitik.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Fangfrage: DIE PARTEI hat keine Konkurrenz.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Siehe Antwort 2.“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„Siehe Antwort 3.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Dass ich nicht früher in die Politik gegangen bin“.

-> Sind Sie verlässlich?

„Zu 100% kann man sich darauf verlassen, dass man verlassen ist.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Meine Tochter.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Weltraumpolizist.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Wenn Politiker Satire machen, müssen Satiriker in die Politik!.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Ich habe nix verändert, durfte aber bisher alte weiße Männer ärgern.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Ich hab ein Kind.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Ich habe nur ein Kind, und laufe zum Bäcker, anstatt zu fahren.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Da zahl ich ein.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Wohl noch zu wenig. Leider hat es die AfD wieder in den Kreistag geschafft.“

-> Wie wohnen Sie?

„In Sulzbach (Taunus) mit Frankfurt als Vorort.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Der frühe Vogel fängt den Wurm.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Dass sie uns noch nicht ausgerottet hat.“

-> Was überwältig Sie?

„Wie schnell meine Tochter groß wird und die Sprüche die sie schon klopft.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Bisher hab ich jedes Buch fertig gelesen. (Aktuell bin ich an den Känguru-Chroniken.)“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Politik ist noch schmutziger als gedacht.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Den PARTEI Song von Bela B. und Slime.“

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Nur beim Zweitwagen, der erste hat Sensoren.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Wenn ich es feststelle, mach ich es öffentlich. So etwas kann nur bestehen wenn man es nicht beim Namen nennt!“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Da ich sehr schlecht höre, ein besseres Gehör.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„.Ich esse Fleisch ja, nicht täglich und nicht viel.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Da solltest du jemanden Fragen der sich mit Steuerrecht auskennt.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Viel Meinung und keine Ahnung. ;)“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„30 Euro! Da es keine Gehaltsobergrenze für Vorstände gibt, sollte man das Gehalt eben an das der Vorstände anpassen.
Und die 30 Euro sind pro Minute gemeint.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Geht so.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Der war schon längst.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Mir würde es schon reichen, wenn sie unseren Namen richtig schreiben! Die PARTEI, nicht die Partei!“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Ja und Nein.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Mehrere, bin ein großer Fan der Mittelalter Szene und bastel an meiner ersten eigenen Gewandung, Zocke auch mal gern und das größte Hobby ist die Politik.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Mit dem GröVaZ.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Ich denke schon.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Bis auf ein paar Jahre, ja immer.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Korruption in der Politik!“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Halt die Fresse!“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Drogen, ganz klar Drogen. Alkohol reicht nicht mehr, um das alles zu ertragen.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Nein, definitiv nicht.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Wo soll man da anfangen? Kommunal? Landesweit? Bundesebene oder Weltweit? Bei Weltweit tendiere ich zur Klimakrise.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Nicht immer.“

-> Was mögen Sie an sich?

„Meine ehrliche und offene Art.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Mein Kind, Geschichte, Wissenschaft, Games, usw.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Alles, wir nehmen jeden, der sich als Steigbügelhalter anbietet.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Einen Uhu.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Permanent bei meiner Lebensgefährtin.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Beide.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Das Auto, brauch es nur für die Arbeit und zum Einkaufen.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Versucht und kläglich gescheitert.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Ja mehrmals, 1 mal ging es schief. Die Fliese ist nich nur geplatzt, sie kam mir entgegen..“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Ich versuche es zu trösten, auch wenn ich weiß, dass es wohl nicht stimmen wird, wenn ich sage, das alles gut wird.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

„Politik ist schmutziges Geschäft.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Der Kultururlaub in Kulmbach und Umgebung. Tolle Altstädte und Burganlagen.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Er ist eine Schande für die gesamte Menschheit!“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Ich friere im Winter und schwitze im Sommer.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Gute Frage, nächste Frage.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Verpasst nix, aber gibt noch einiges zu erleben. Schottland, Skandinavien, Irland und die Ostküste Amerikas stehen noch auf meiner ToDo Liste und ganz wichtig, mit 40 will ich nochmal nach Wacken. :)“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Nö, warum auch?“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Da gibt es vieles. Betrug von Menschen, wo man es nicht erwartet, war aber das schlimmste.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Trotz einiger Defizite hat man dennoch viele Möglichkeiten, etwas zu erreichen.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Das Grundgesetz.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Ihr Zuckerkuchen.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Ja, es sind nur Socken.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Meine übertriebene Hilfsbereitschaft.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Nein, für mich gibt es nur Die PARTEI.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Ja, aber habe nie angefangen.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Da muss ich meine Phrasenkarte konsultieren: Ob dieses Problem oder ein anderes – seien Sie versichert, dass wir mit Sachkenntnis, Mut und Augenmaß an gangbaren Lösungen arbeiten.
(Ich selbst könnte ihr nur helfen in dem ich mit ihr zum zuständigen Bundestagsabgeordneten gehe.)“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Nein.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Freie Bahn mit Marzipan.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Dass ich meine Politikkarriere ohne Aufsichtsratsposten beenden muss.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Was ist das? Ich kenne nur das Multitool.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meinen ganzen Kreisverband, ohne die Chaoten wäre ich nicht im Kreistag.“

-> Was macht Sie wütend?

„Hass, Hetze, Rassismus usw. und dass das in Deutschland immer noch auf fruchtbaren Boden fällt.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Familie und Freunde.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Ja kann ich. Der Streuselkuchen nach Omas Rezept.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Glück und die richtigen Entscheidungen, denk ich mal. Kann auch einfach Zufall sein.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Ein Streit mit meiner Schwester wegen Spielzeug.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Aktuell würde ich humorlos bitten, leiser zu sein (kleines Kind daheim), fruchtet das nicht die Polizei rufen.
Hätte ich kein Kind würde ich mitfeiern (wenn wir keine Pandemie hätten).“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„An meinen Kreisverband im März für den Kommunalwahlkampf.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Die Ratte einer Freundin, sie war nicht mehr zu retten.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Wenn man Minister wie den Andy sieht, definitiv ja.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Sie würden mehr bekommen, wenn sie ihren Job machen würden.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Keine Ahnung.“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„.Letze Woche, sonst hätte es Familienzoff gegeben.“

-> Woran glauben Sie?

„An das Gute im Menschen.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Ich bin in der Partei Die PARTEI und wir sind sehr gut.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Die Nazis an die Macht zu lassen in den 30er Jahren.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Es gibt keinen Grund, uns oder mich nicht zu wählen..“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Sie ist Gold wert.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Bei mündlichen Prüfungen.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„.Siehe Frage 58.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Auf meine Tochter.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Zählen Luftgewehre? Dann ja.“

-> Welche Frage fehlt?

„Das musst Du wissen.“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Weil ich in der sehr guten Partei Die PARTEI bin und bei uns die Korruption nur die Hälfte kostet.“

ONCE AGAIN.

(Luna Reyes Segura tröstet einen entkräfteten Geflüchteten aus dem Senegal.)

Vor ungefähr 3,8 Milliarden Jahren war unser Planet ein wütend-verkrustetes, Feuer spuckendes Gebilde, aus viel Wasser und wenig Land, das aus dem All mit Meteoriten beschossen wurde.
Trotzdem hat sich in dieser unmöglichen Umgebung eine Urbakterie gebildet.
Als genügend Sauerstoff da war, konnte es losgehen.

Irgendwann sind ein paar Zellen durchs Meer geschippert und haben sich mehr oder weniger per Zufall zu einem winzig kleinen Zellmatschhaufen zusammengetan.
Es hat noch sehr viele Millionen Jahre gedauert, bis aus diesem kleinen Zellmatschhaufen ein größerer Zellmatschhaufen werden konnte.
Aus etwas gallertartiger Masse wurde ein größerer Bio-Popel, den die Evolution irgendwo hingeschnippt hat.

Millionen Generationen später ist aus dem Haufen eine Art Schwimmdings geworden, das sich fortbewegen konnte.
Ein paar Millionen Jahre später hieß es für die Zellklumpen: „Joa, ganz cool im Meer, aber lass mal gucken, was am Ende des Wassers ist.“

Ein paar mutige Fischwesen haben sich an den Strand spülen lassen und sind elendig verendet. Von der Sonne gebraten, erstickt, ausgetrocknet. Die stärksten und fittesten sind zurück ins Meer, haben sich fortgepflanzt und sich über Generationen und Generationen Gliedmaßen und eine Art Sauerstoffverarbeitungssystem verpasst.

Die gliederfüßigen Luftverarbeitungsklumpen haben sich aus dem Meer gewuchtet, sind an Land, von Pfütze zu Pfütze, haben sich zögerlich vermehrt und sind gewachsen.
Alles, was sie dafür brauchten, war da: Zucker, Fettsubstanzen, Aminosäuren, Nukleotide.
Und genügend Sauerstoff ja sowieso.

Von da an ging alles ganz schnell: Algen, Quallen, Pflanzen, Fische, Vögel, Saurier, Echsen, Schalentiere, Schlangen, die Entwicklung ging in alle Richtungen. Einen großen Einschnitt gab es in der Kreidezeit, die Dinosaurier, die bisherigen Könige der Schöpfung, sind ausgestorben.
Zack, weg. Jurassic Park war zu Ende, bevor es richtig angefangen hat.
Es hat sich aber schnell Neues gebildet: Glitschwesen, Komodo-Warane und irgendwann haben ein paar Zellen eine Abkürzung Richtung „Affe“ genommen.

Und kurz danach die ersten Menschen.

Das Feuer wurde beherrscht, die Sprache entwickelt, Daumen genutzt. Innerhalb kürzester Zeit wurden Werkzeuge erfunden. Das Rad kam, Landwirtschaft. Boote wurden erfolgreich zum Schwimmen gebracht, Tiere domestiziert, Waffen entwickelt, Suppen gekocht, Pyramiden in den Sand gebaut.
Völker, Kulturen und Religionen erfunden. Kleidung, Schriften, Medizin, Kriege, Geld, Fahrzeuge. Demokratie, Musik, Schauspiel, Lyrik und Gedichte.

Dem Erfindungsreichtum waren zu keiner Zeit Grenzen gesetzt.

Elektrizität. Licht. Telefon. Buchdruck. Banküberfälle. Rassismus. Theaterstücke. Penizillin. Raumfahrt. U-Boote. Fernseher. Kuckucksuhren. Flugzeuge. Versicherungen. Glas. Briefmarken. Krankenhäuser. TV-Shows.

Und alles andere auch.

Alle möglichen und unmöglichen Maschinen wurden ausgetüftelt. Und Maschinen, die Maschinen bauen können.
Vom ersten Auto bis zum Spurhalteassistenten war es nicht mal ein tausendstel eines Wimpernschlages.
Kino, Rasenmäher, Schlaghosen, Röntgengeräte. Satelliten. Spargelschälapparate. Taschenrechner. Computer. Smarthphones. Internet. 

Mit dem Internet kamen die Lachsmileys.

Wenn man der klumpigen Masse, die vor ein paar Milliarden Jahren mit aller Mühe an Land gewuchtet hat, mal zeigen würde, wie zynisch und ekelhaft viele Menschen heute im Internet reagieren, wie sie ihre Unzufriedenheit, ihre ätzende Wut ablassen, zum Beispiel wenn sie gegen Fakten „argumentieren“, wenn sie Menschen grundlos beleidigen, weil diese nicht in ihr enges Weltbild passen oder wenn sie sehen, wie die junge Flüchtlingshelferin Luna Reyes Segura einen entkräfteten Geflüchteten aus dem Senegal tröstet, würde die klumpige Masse alle Versuche, ein Landlebewesen zu werden, bleiben lassen.

Oder sie würde alle ihre Entwicklungsenergie bündeln und sich einen über mehrere Millionen Jahre perfektionierten, sehr starken Arm wachsen lassen und diesen erbärmlichen, widerlichen Idioten mal gründlich auf die Fresse geben.

Und zwar jedes Mal, wenn sie einen zynischen Lachsmiley verteilen und sich freuen, wenn es jemandem schlecht geht.

Lachsmiley – Patsch. Lachsmiley – Patsch. Lachsmiley – Patsch.

Jedes Mal.

Bis diese Leute so weit sind, dass sie sich freiwillig zum kleinen Zellmatschhaufen zurückentwickeln und noch mal von vorne anfangen.