95 ANTWORTEN VON ALEXANDER BARTZ (SPD)


Ich wünsche mir, dass die Wählerinnen und Wähler in meinem Wahlkreis, wissen wer ich bin und neben meinen politischen Ansichten und Ideen, auch einen privaten Einblick in mein Leben bekommen. Daher freue ich mich, die 96 Fragen zu beantworten.

Ich bin Alexander Bartz und lebe gemeinsam mit meiner Frau und unseren zwei Söhnen (3 und 6 Jahre) in Vechta (Niedersachen) und fühlen uns hier sehr wohl.

Ich bin studierter Betriebswirt und habe meinen beruflichen Schwerpunkt im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Hier habe ich sowohl Berufserfahrungen im Tourismus, in landwirtschaftsnahen Unternehmen sowie im Einzelhandel sammeln können. Aktuell bin ich Pressereferent bei den Maltesern im Offizialatsbezirk Oldenburg und betreibe eine kleine eigene Werbeagentur in Vechta.

Am 26. September sind Bundestagswahlen und ich will mich für die Interessen des Oldenburger Münsterlandes – meiner Heimat – in Berlin stark machen.

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-> Wofür stehen Sie?

„Politik muss für mich ehrlich, authentisch und nah dran an den Ideen und Herausforderungen vor Ort  sein und genau dafür stehe ich auch.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

Politiker, die entweder nur lächeln und dabei vergessen inhaltliche Positionen zu beziehen oder mit „das haben wir immer schon so gemacht“ versuchen Probleme zu lösen.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Mit wenig Inhalt Politik gestalten oder sich immer auf das „alt Bekannte“ zu beziehen, macht Politik auf alle Fälle einfacher und kann auch erfolgreich sein. Zumindest bietet dies weniger Angriffsfläche. Das bin nur nicht ich! Ich will gestalten und mit klaren Positionen nach vorne gehen! Ich versuche jedem Menschen offen gegenüber zu treten, mir seine Meinung anzuhören, zu diskutieren und bestenfalls gemeinsam zu einer Lösung oder Idee zu kommen.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Nicht schon viel früher die Dinge zu machen, hinter denen ich zu 100% stehe und nicht immer auf andere zu hören.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Verlässlichkeit ist für mich sehr wichtig. Wenn ich jemandem mein Wort gebe, dann zählt das auch.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Privat: Ich habe meine Jugendliebe geheiratet und von ihr zwei zauberhafte Söhne bekommen. Politisch: Ich durfte Kristian Kater in seinem Wahlkampf zum SPD-Bürgermeister in Vechta unterstützen und bin zum Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Vechta gewählt worden.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Sänger. Die erste CD, an die ich mich wirklich erinnern kann, war ein Album meiner Eltern von Matthias Reim. Das konnte ich mit 7 Jahren auswendig. Auch wenn sich mein Musikgeschmack und auch die berufliche Orientierung geändert hat, textsicher bin ich bei diesen alten Songs immer noch.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Politik hat mich schon relativ früh interessiert. Aktiv in der Politik gelandet, bin ich kurz vor meinem Abitur. Durch den Leistungskurs Politik habe ich angefangen mich auch mit den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien auseinanderzusetzen. Meine größten Schnittmengen hatte ich damals, wie heute, mit der SPD und bin hier daher auch absolut richtig. Ich will nicht nur Politiker kritisieren, sonder auch aktiv zu einem guten Zusammenleben beitragen.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Politik ist keine „One-Man-Show“, Veränderungen schafft man daher nur, wenn man Menschen für seine Ansichten begeistern kann.
Aus völliger Überzeugung habe ich gemeinsam in einem starken Team dafür gekämpft, dass mein Heimatort Vechta einen SPD-Bürgermeister bekommt. Seit meiner Arbeit in der Lokalpolitik, setze ich mich dafür ein, dass wir möglichst viele unterschiedliche Gesprächsrunden bilden und den Menschen in Vechta zuhören, um zu erfahren, was die Politik machen muss.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Privat versuche ich, die heimische Wirtschaft immer vorrangig zu unterstützen. Wenn wir beispielsweise auch nach Corona noch eine attraktive Innenstadt haben wollen, dann müssen wir jetzt den Einzelhandel unterstützen. Politisch halte ich diesen Ansatz ebenfalls für sehr wichtig. Hier müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit gute Wirtschaftsleistungen erzielt werden. Arbeitnehmerrechte, gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne dürfen dabei jedoch nie außer Acht gelassen werden.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Seit ich Vater bin, hat sich mein Blick auf die Welt verändert. Ich möchte, dass meine Kinder einmal mindestens genauso gut leben können, wie ich es kann. Eine weitsichtige und entschlossene Klimapolitik ist für mich daher unumgänglich. Wenn das reiche Deutschland beim Kohleausstieg, beim Ausbau von erneuerbaren Energien, bei der Ressourcenschonung oder beim Thema Nachhaltigkeit nicht Spitze sein kann, wer dann? Wir müssen Klimapolitik alle ernster nehmen. Das versuche ich auch privat jeden Tag aufs Neue.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Es ist Aufgabe der Politik die Rahmenbedingungen für den Pflege- und Gesundheitssektor gerade auch vor dem Hintergrund des sich ankündigenden Fachkräftemangels, deutlich zu verbessern. Bessere Bezahlung, kürzere Arbeitszeiten und weniger physische Belastung müssen in diesem Bereich endlich umgesetzt werden. Gesundheit muss uns in Deutschland mehr wert sein. Hier wird viel zu sehr auf die Zahlen, anstatt auf die menschlichen Bedürfnisse geschaut. Wenn wir das verstehen, werden wir auch die Ausbildung in diesem Bereich wieder attraktiver machen und Themen wie der Ärzteversorgung im ländlichen Raum aktiv begegnen.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Rechtsradikales und antidemokratisches Gedankengut haben in unserer Welt nichts verloren und ich stelle mich entschieden gegen jegliche Art. Ich stehe für ein vielfältiges und tolerantes Deutschland!“

-> Wie wohnen Sie?

„Zusammen mit meiner Frau haben wir vor rund fünf Jahren ein Einfamilienhaus mit Garten gekauft und fühlen uns in Vechta sehr wohl.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Man sägt nicht den Ast ab, auf dem man sitzt.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Es ist beeindruckend, wie ruhig die Erde bleibt, obwohl sie genau sieht was auf ihr geschieht.“

-> Was überwältig Sie?

„Wenn ich sehe, wie schnell meine Kinder groß werden und sich entwickeln.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Ich lese sehr viel Zeitungen, Magazine und politische News-Seiten. Hier bin ich täglich unterwegs. Das letzte gedruckte Buch, was ich geschenkt bekommen habe und es nach den ersten 30 Seiten aufgegeben habe, war die Biographie von Mario Basler. Das war gut gemeint, aber das muss ich nicht weiterlesen. Wenn mal irgendwann wieder etwas Zeit da ist, hab ich aber noch eine paar spannende Bücher auf dem Schirm.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Als Bundestagskandidat lernt man jeden Tag neue fachliche Dinge dazu. Ehrlich gesagt habe ich seit dem Studium nicht mehr versucht, so viel Wissen aufzunehmen und komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Eine Herausforderung, welche ich gerne annehme und die viel Spaß macht.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Irgendwann ist jetzt“ von Max Giesinger

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Das macht mein Auto ganz von alleine. Ich bilde mir jedoch ein, dass man sich dann besser konzentrieren kann.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Ich distanziere mich klar von solch menschenverachtenden Ansichten. Gleichzeitig laufe ich mit offenen Augen durchs Leben und gehe aktiv dagegen vor, wenn es mich oder mein Umfeld direkt betreffen. So etwas darf man nicht klein reden, verharmlosen und auch nicht tolerieren.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Ich wüsste zu gerne manchmal, was mein Gegenüber denkt.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Ja, ich esse gerne Fleisch. Ein Steak oder ein Grillspieß sind schon lecker. Dennoch ist mir in den letzten Jahren schon bewusst geworden, dass man Fleisch nicht zwingend für ein gutes Essen braucht. Es geht auch mal ohne. Ich esse deutlich bewusster Fleisch.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Deutlich mehr als jetzt. Ausländische Unternehmen, welche bei uns hohe Umsätze erzielen, müssen dafür auch mehr zur Kasse gebeten werden. Ein Unternehmen, was in Deutschland Millionen-Umsätze macht, muss auch hier Steuern zahlen.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Ich bin Optimist und versuche immer das Positive an einer Sache zu sehen. Das gute daran ist, dass ich immer „ein halb volles Glas Wasser habe.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Jeder, der in Deutschland Vollzeit arbeitet, muss davon gut leben können. Darauf muss der Mindestlohn ausgerichtet sein. Die Forderung nach 12 € Mindestlohn ist daher zurzeit absolut gerechtfertigt und auch dann bleibt noch Luft nach oben. Gute Arbeit darf gutes Geld kosten.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Es gibt eindeutig Dinge, die ich lieber mache. Ich habe aber einen wirklich netten Zahnarzt, der mir bis jetzt auch keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen in meinem Mund angedroht hat. Von daher kann ich da auch gut hingehen.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Gestern! Klimaneutralität und Kohlekraftwerke passen nicht zusammen. Von daher muss der Kohleausstieg schnell kommen. Gleichzeitig müssen wir aber auch sofort beginnen erneuerbare Energiegewinnung schnellstmöglich auszubauen.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Als Politiker gehört es dazu, seine Meinungen möglichst präsent in die Medien zu spielen. Es ist immer Luft nach oben, ich bin aber zufrieden.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Ja.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Ich versuche immer möglichst viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und mit Ihnen etwas zu unternehmen. Ansonsten ist die Arbeit im heimischen Garten ein toller Ausgleich zur Arbeit im Büro. Seit über fünf Jahren, bin ich der Nachtwächter der Stadt Vechta und führe im historischen Gewand, mit Hellebarde und Laterne bewaffnet, Einheimische und Gäste der Stadt durch das Vechtaer Mittelalter.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Mit dem Papst, Donald Trump und Annalena Baerbock. Bei allen würden mir auf Anhieb viele (meist kritische) Fragen einfallen..“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Ja.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Parteien mit antidemokratischem Gedankengut.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Ich würde mir eine ehrliche Antwort auf die Frage von ihm wünschen, ob bei der Berichterstattung in der „BILD“ in seinen Augen der Informationsgehalt oder die Sensationsgier im Vordergrund stehen.“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Mir fällt spontan nichts ein. Ich finde unsere Gesetze im Großen und Ganzen sehr nachvollziehbar.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Ich hoffe doch. Ich versuche immer ruhig zu bleiben und ich glaube, dass gelingt mir auch ganz gut.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Aktuell müssen wir unabhängig der parteipolitischen Gesinnung die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen lösen. Im Interesse aller sollten wir hier gemeinsam und entschlossen handeln.
Weiter halte ich die Klimapolitik und das Thema soziale Gerechtigkeit für eines der wichtigsten Themen der nächsten Zeit.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Ja. Ich habe gelernt, dass man Probleme nachts im Bett auch nicht lösen kann und da dann auch abschalten muss. Durch „Tritte im Rücken“ oder „Geister unterm Bett“ ist das Durchschlafen bei zwei Kindern jedoch eher ein Problem.“

-> Was mögen Sie an sich?

„Ich versuche ein sehr selbstreflektierter Mensch zu sein und auch andere Meinungen immer zu bedenken. Das mag ich!“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Da gibt es viele Themen. Die Kinder sind sehr oft Thema. Urlaub, leckeres Essen, guter Wein oder Bier, Gartenideen, Ausflugstips in der Region… mir würde noch eine Menge einfallen.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Macht ist eines der stärksten und gleichzeitig gefährlichste Instrumente, um Veränderungen herbeiführen zu können. Leider kann nicht jeder mit Macht verantwortungsvoll umgehen.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Einen Hund, manchmal auch durch die Sprache beim eigenen rhetoriscEine schnatternde Ente und eine Kuh gehen laut meiner Kinder recht gut. Ich mag mich in der Rolle des schlafenden Murmeltiers aber auch ganz gerne.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Gestern. Ich wollte einen Freund zurückrufen und bin darüber hinweg gekommen.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Ich übernehme schon viele Aufgaben im Haushalt. Das gehört für mich dazu. Den Einkaufszettel schreibt aber bei uns meine Frau.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Auf mein Handy. Das ist keine sehr gute Angewohnheit, ich weiß. Ich bin aber gerne immer sofort auf dem Laufenden und das geht nun mal am besten über das Handy.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja, der Erfolg war aber eher mäßig.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Hab mich für die Fuge zwischen den Fliesen entschieden. Bei meinem Glück würde die Fliese dann springen.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Mein großer Sohn ist gerade sechs Jahre alt, das ist bei mir also gar nicht soweit her geholt. Fragen kommen da täglich am laufenden Band. Sorgen um die Zukunft waren bis jetzt zwar noch nicht dabei. Ich bin mir aber sicher, dass auch die Zukunft meiner Kinder toll sein wird.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

Politik bedeutet auch Kompromisse mit den politischen Partnern eingehen zu müssen und sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen zu müssen.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

Durch mein duales Studium und meine Lust, gerne unterwegs zu sein, habe ich schon den ein oder anderen tollen Ort gesehen. Es fällt mir schwer, mich hier festzulegen. Rom ist sicher einer der schönsten und beeindruckendsten Städte, in der ich jemals war, weiter mag ich die die Toskana und den Gardasee sehr gerne. Einen Faible für Italien hab ich schon, es gibt aber noch viele andere tolle Ecken.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Unter vier Augen wüsste ich von ihm gerne, ob er dass, was er alles behauptet und gesagt hat, tatsächlich ernst gemeint hat.“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Ich versuche unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Weiter steht die Erneuerung der über zwanzig Jahre alten Holzfenster bei uns im Haus in den nächsten Jahren sicher an.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

Komischerweise ja. Allerdings ist der Kontakt zu Jan, Sascha, Fabian und Rieke irgendwann abgebrochen. Würde sie schon gerne irgendwie mal wiedersehen.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Da fällt mir spontan nichts ein.“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Ich versuche mich selber nicht so wichtig zu nehmen. Ich denke, dass würde vielen Menschen gut tun. Ich versuche aber dennoch an vielen Entscheidungen mitzuwirken, die wichtig sind.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Da brauche ich gar nicht so lange zurückschauen: Die Corona-Pandemie hätte ich echt nicht haben müssen.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Die freiheitlich demokratischen Grundrechte im Grundgesetz sowie eine Sozial-, Pflege-, und Krankenversicherung.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Deutschland ist in weiten Teilen und im Vergleich zu vielen anderen Ländern ein sehr tolerantes, offenes und vielfältiges Land. Das finde ich toll.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Die Neujahrshörnchen und Omas Kekse sind der „Knaller“.

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Ne, ganz egal nicht. Die meisten Socken sind bei mir zwar schlicht schwarz, ich finde farbige Socken aber schon cool“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Puh, da müsst ihr mal meine Freunde fragen.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Das ist ehrlich gesagt schwer. Ich kann auch bei anderen demokratischen Parteien gute Ansätze erkennen. Den Klimagedanken der Grünen kann ich beispielsweise in vielen Teilen sehr gut mittragen. Leider ist dieser hier aber überhaupt nicht zu Ende gedacht, wo ich dann doch wieder bei der SPD lande.“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Nein. Das ist auch absolut nicht meine Art.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Altersarmut darf nicht sein und die Politik muss sich viel entschiedener dafür einsetzen, dass niemand im Alter Armut erleiden muss. Die Realität sieht zurzeit jedoch leider anders aus. Dennoch gibt es Möglichkeiten und Anlaufstellen, die in einer solchen Situation helfen können. Ich würde der Frau helfen, diese Kontakte zu knüpfen.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Ich glaube, ganz egal ist das niemandem. Ein Professor im Studium hat uns in der letzten Vorlesung mitgegeben, dass man seinen Weg nur gehen kann, wenn man nicht versucht „Everybody’s Darling“ zu sein. Da ist viel Wahres dran. Vertritt man eine Meinung, gibt es auch Gegenmeinungen. Mir ist wichtig, dass ich mit meiner Meinung im Reinen bin.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Es macht schon Spaß mal aufs Gaspedal zu drücken, prinzipiell kann ich aber auch damit Leben, wenn ich das nicht habe. Mit meinem Elektroauto hat man dann auch gleich wieder den Stromverbrauch im Blick.“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Davor, dass meine Kinder unglücklich sind und ich nicht für sie da sein kann.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Nein.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meine Frau, meine Kinder, meine Familie und meine Freunde. Auf alle kann ich mich verlassen, wenn es darauf ankommt und ich bekomme ein ehrliches Feedback.“

-> Was macht Sie wütend?

„Völlige Selbstüberschätzung, Rechtsextremes Gedankengut und Menschen, die immer nur an sich denken.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Wenn meine Familie oder meine Freunde mich brauchen, bin ich da, ganz egal wann und wo.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Ja, kann ich. Ich mag es aber nicht tun. Viel lieber koche ich oder stehe am Grill. Kuchen und Plätzchen essen ist toll, sie zu backen ist aber nicht meins. Da muss man sich immer so sehr an Rezepte halten, wenn es gelingen soll.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Weil ich dafür etwas getan habe. Ich bin davon überzeugt, dass dann erfolgreich ist, wenn man dafür arbeitet und auch mal an die Grenzen seiner Belastbarkeit geht.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Puh, keine Ahnung.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

Umdrehen und schlafen. Wenn ich hundemüde bin, stört mich das eigentlich nicht. Wenn es viel zu laut wäre, würde ich rübergehen und fragen, ob man etwas leiser feiern kann.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Bei der Spendengala von „Ein Herz für Kinder“. Das mache ich jedes Jahr.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Nein, ausgenommen Insekten und Ungeziefer.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Ja und nein. Den Gehaltsstreifen eines Berufspolitikers hätten sicher viele gern. Man darf aber nicht vergessen, welcher zeitliche Aufwand dahinter steckt und was es heißt, ständig in der Öffentlichkeit zu stehen. In der Wirtschaft lässt sich um ein Vielfaches mehr verdienen. Manchmal würde ich mir wünschen, dass wir mehr für politische Spitzenämter zahlen, um so noch mehr Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft zu gewinnen.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Leider nein. Man darf nicht vergessen, dass Kommunal- und Lokalpolitik überwiegend ehrenamtlich geschieht. Menschen aus unserer Mitte stellen sich politischen Problemen, beziehen Stellung und suchen nach Lösungen. Auch auf Landes- und Bundesebene würde ich mir wünschen, dass man Politikern mehr Respekt entgegenbringt. Sicherlich läuft nicht immer alles richtig. Der überwiegende Teil macht aber gute Arbeit und setzt sich für Deutschland und somit auch für uns ein. Das verdient mehr Respekt.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Ich versuche schon immer bei der Wahrheit zu bleiben. Wenn die Kinder vor einem stehen und fragen, ob man den Osterhasen schon im Garten gesehen hat, ist eine kleine Notlüge aber doch erlaubt.“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Wenn Familie und Freunde mich zum Beispiel nach meiner Meinung zum neuen „Pulli oder Sommerkleid“ oder der neuen Frisur fragen, sage ich meine ehrliche Meinung. Manchmal wäre es entspannter, wenn ich das nicht tun würde. Das will ich aber nicht.“

-> Woran glauben Sie?

„Ich glaube daran, dass man aus eigner Kraft und mit eigener Anstrengung viel mehr schaffen kann, als man sich selbst zutraut.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Ich versuche immer das Beste aus einer Situation zu machen und klar immer das Positive zu sehen. Für diese Gradlinigkeit würde ich mich wählen.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Die Gräueltaten des zweiten Weltkriegs und alles, was damit zusammenhängt.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Ich bin, wie ich bin und stehe zu mir. Wäre das nicht so, würde ich auch nicht kandidieren.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Ja.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Lampenfieber hat doch jeder mal. Ich habe jahrelang Musik gemacht und Theater gespielt. Hier gehört ein bisschen Lampenfieber genauso dazu, wie bei politischen Reden oder Auftritten.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Ich möchte möglichst die ganze Welt gesehen haben und unterschiedlichste Kulturen kennenlernen.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Auf meine Familie und auf das, was ich bis jetzt schon alles im Leben geschafft habe.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Nein.“

-> Welche Frage fehlt?

„Was essen Sie gerne? Rotwein oder Bier? Sommer- oder Wintertyp? – Wir hätten die 100 Fragen wohl voll kriegen können.“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Ich werde die Welt alleine nicht verändern können, ich werde aber alles geben, um mich für die Belange der Menschen hier im Oldenburger Münsterland in Berlin stark zu machen. Politik ist oftmals auch ein Abwägen von Kompromissen. Umso wichtiger ist es daher, die eignen Standpunkt klar und deutlich zu benennen und sich einzubringen. Das Oldenburger Münsterland ist eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschland. Niedrige Arbeitslosigkeit, hohe Geburtenraten und der Wunsch vieler Familien hier ihren Lebensmittelpunkt zu setzen, bestätigen dies. Das genieße ich und sicherlich auch alle Bürgerinnen und Bürger, die hier leben.

Wenn ich es in den Bundestag schaffe, werde ich mich offensiv und entschieden für die Region einsetzen, damit uns die wirtschaftlich herausragende Situation und die hohe Lebensqualität auch in Zukunft erhalten bleibt.“

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