95 ANTWORTEN VON SOPHIE GRIESBACHER (Volt)

Heute beantwortet Sophie Griesbacher, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der relativ jungen Partei Volt Deutschland, meine Fragen.

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-> Wofür stehen Sie?

„Für soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und ein vereintes Europa.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Die Unbekanntheit.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Da passt jetzt die Antwort davor nicht…“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„……und hier auch nicht. :D“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Meine erste eigene Wohnung. Die hatte zu viele Spinnen und zu wenig warmes Wasser beim Duschen.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Tatsächlich sehr.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„Das Mathe-Abi zu bestehen (ist in Bayern verpflichtend und ich war extrem schlecht in Mathe).“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Polizistin.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Ich habe einen extrem starken Gerechtigkeitssinn und habe immer wieder gemerkt, dass wir an verschiedenen Ungerechtigkeiten und strukturellen Problemen am besten politisch arbeiten können.“

-> Eventuell haben Sie auf die letzte Frage geantwortet: „Weil ich was verändern will.“ Deshalb die Frage: Was haben Sie bisher verändert?

„Ich konnte viele Menschen und gerade Frauen dazu motivieren, sich politisch zu engagieren.“

-> Was tun Sie für die Wirtschaft?

„Ich setze mich für nachhaltige Geschäftsmodelle ein, die langfristig sinnvoll sind und unsere Wirtschaft und Arbeitsplätze sichern.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Ich setze mich für den Klimaschutz ein, für die Einhaltung des 1.5 Grad-Ziels, für CO2- und Klimaneutralität. Privat verzichte ich auf ein Auto, esse kein Fleisch mehr und vermeide, wenn möglich, Flugreisen. Jeder Schritt zählt.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Gemeinsam mit Volt mache ich mich stark für bessere Bedingungen im Gesundheitssystem – sowohl für Patient*innen, als auch Personal. Die psychische und physische Gesundheit muss im Vordergrund des Gesundheitssystems stehen und nicht die Wirtschaftlichkeit. Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen, bessere Planbarkeit, mehr Digitalisierung und vor allem mehr Zeit im Gesundheitssystem.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Ich bin in einer Partei, die sich gegen Faschismus stark macht. Mit jeder Kleinigkeit, die wir alle täglich tun, machen wir uns gegen Faschismus stark, indem wir ihn aufzeigen, Faschist*innen zur Rede stellen und zeigen, wie es anders geht. Das muss in jedem Post, jeder Rede und jedem Interview mitschwingen.“

-> Wie wohnen Sie?

„Mein Freund und ich wohnen in einer 2-Zimmer Wohnung in Ramersdorf – inklusive Balkon mit Blick auf Eichhörnchen.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Ober sticht unter.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Du bist wunderbar!“

-> Was überwältig Sie?

„Die große Hilfe meiner Freund*innen und Bekannten, die mir momentan helfen, zur Bundestagswahl antreten zu dürfen – DANKE!“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Das ist mir glücklicherweise schon so lange nicht mehr passiert, dass ich es ehrlich gesagt nicht mehr weiß…“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Dass es nicht nur Fernwärme, sondern auch Fernkälte gibt.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Hollywood Hills von Sunrise Avenue“.

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Ja.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Ansprechen. Immer und immer wieder. Auch wenn es weh tut und zu unfassbar schwierigen und unangenehmen Gesprächen führt.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Ich würde sehr gerne viele verschiedene Sprachen sprechen können.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Nein.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Anteilig genauso viele, wie alle anderen Unternehmen in Deutschland auch.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Ich habe eigentlich immer Hunger.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Es muss zu einem vernünftigen Leben reichen. Momentan würde ich hier 12-13€ die Stunde ansetzen.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

„Absolut nicht – aber mein Zahnarzt ist top, liegt nicht an ihm!“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Ungefähr vorgestern…“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Etwas unterrepräsentiert trifft es wahrscheinlich am besten.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Ja kann es. Davon sind wir momentan aber sehr weit entfernt. Zur kompletten sozialen Gerechtigkeit ist der Weg unfassbar weit, aber wir müssen uns dennoch auf den Weg machen, und uns dem Ziel annähern.“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Ich hatte welche, aber dann kam die Politik. Eigentlich lese ich gerne, treffe mich mit Freund*innen und verbringe Zeit bei den Pferden.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„David Ben Gurion.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Meistens glücklicherweise schon.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja, klein aber fein.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Nachdem der ÖPNV endlich vernünftig ausgebaut ist: Inlandsflüge innerhalb Deutschlands.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Stehen Sie hinter dem, was Sie tun? Denken Sie, das ist richtig?“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Die Entkriminalisierung von Drogen nach dem portugiesischen Modell.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Nein, ich mische mich immer viel zu viel ein.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Die Folgen der Pandemie und der Klimawandel.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Manchmal schon, meistens mache ich mir aber zu viele Gedanken…“

-> Was mögen Sie an sich?

„Meinen Gerechtigkeitssinn.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Über Pferde.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Macht bedeutet für mich, dass ich mich für andere Menschen und für Werte einsetze, wann immer es mir möglich ist.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Das Maunzen einer Katze.“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Gestern.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Ich. Wenn es mein Freund tut, schreibt er nicht auf den Karos und ich kriege die Krise.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Einige ehrlich gesagt… Handy und Haargummis sind wohl das wichtigste.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Ja.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Nein.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Was macht dir Sorgen? Lass uns zusammen schauen, was wir dagegen tun können.“

-> Was meinen Sie, wenn Sie mit den Schulter zucken, die Augenbrauen heben und sagen: „Tja, das ist halt Politik.“

„Politik ist mühselig, dauert lange und manchmal ist man auch mit den besten Gedanken machtlos.“

-> Was war der tollste Ort, an dem Sie jemals gewesen sind?

„Tel Aviv.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Nichts.“

-> Was tun Sie, um Energie zu sparen?

„Geräte ausschalten bzw. ausstecken und das Licht nur da anmachen, wo ich wirklich gerade bin“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Nein.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Rückblickend hätte ich vielleicht ein halbes Jahr oder Jahr im Ausland verbringen sollen. Aber vielleicht wird das ja noch kommen.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Eine globale Pandemie.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Sicherheit und unser Gesundheitssystem (im Vergleich zu vielen anderen Ländern).“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Sicherheit und unser Gesundheitssystem (im Vergleich zu vielen anderen Ländern).“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Omas Kartoffelsalat mit Gurken.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Nein, entweder schwarz oder kunterbunt.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Ich habe immer Hunger.“

-> Können Sie sich vorstellen, in einer anderen Partei zu sein? Und wenn ja: In welcher? (Ok. Ehrlich jetzt.)

„Nein. Ich war aber mal passives Mitglied der FDP“

-> Haben Sie sich schon mal geprügelt?

„Nein.“

-> Angenommen, eine Frau, die unter Altersarmut leidet, klagt Ihnen Ihr Leid. Was sagen Sie der Frau?

„Es tut mir leid. Das sollte so nicht sein und ich versuche, das zu ändern.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Ja.“

-> Angenommen, Sie sind mit einem Sportwagen unterwegs. Auf einem Autobahnabschnitt, wo man so schnell fahren darf, wie man will. Sie haben freie Fahrt. Wie schnell fahren Sie?

„Wahrscheinlich ca. 160 km/h“

-> Wovor haben Sie Angst?

„Vor Spinnen und davor, nicht gut genug zu sein.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Nein.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meinen Freund“

-> Was macht Sie wütend?

„Ungerechtigkeit.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Essen.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Ja. Erdbeerkuchen und Muffins.“

-> Warum stehen Sie da, wo Sie jetzt stehen?

„Aufgrund einiger bewusst getroffener Entscheidungen wie meinem Studium, aber vor allem aufgrund einer großen Menge Zufälle und Glück.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Im Wäschekorb im Garten meiner Eltern sitzen.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Rübergehen, klingeln und fragen, ob sie ein bisschen leiser feiern können (ja, ich bin spießig).“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Vor ca. einer Woche an den Tierschutz für Katzen.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Ja, diverse Insekten vermutlich…“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„Vor allem auf lokaler Ebene definitiv nicht.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Die meisten Politiker*innen verdienen deutlich mehr Respekt, als sie bekommen. Wir haben momentan eine sehr unangenehme Fehler- und Kritik-Kultur in Deutschland, die ich häufig als sehr respektlos empfinde.“

-> Wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

„Vermutlich jeden Abend, wenn ich eigentlich ins Bett gehen will und dann doch noch eine halbe Stunde am Handy verbringe.“

-> Und wann haben Sie das letzte Mal die Wahrheit gesagt, obwohl eine Lüge erträglicher gewesen wäre?

„Anstatt zu sagen, dass ich keine Zeit habe, habe ich gesagt, dass ich nichts unternehmen möchte – manchmal braucht man euch einen ruhigen Abend alleine.“

-> Woran glauben Sie?

„An den Fortschritt.“

-> Wofür würden Sie sich selbst wählen?

„Für meine Sozial- und Gesundheitspolitik.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Die Shoa.“

-> Noch viel interessanter ist die natürlich Frage: Wofür würden Sie sich selbst nicht wählen?

„Ich würde mich wählen, sonst würde ich nicht kandidieren. Wer aber mit meinen Werten nicht übereinstimmt, sollte mich wohl besser nicht wählen.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„In meinen Ohren ja, auf Aufnahmen weniger.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Vor allem vor Reden.“

-> Was möchten Sie später mal gemacht haben?

„Irgendetwas, das bleibt und das etwas für andere besser gemacht hat.“

-> Worauf sind Sie stolz?

„Auf meinen Gerechtigkeitssinn.“

-> Haben Sie schon mal eine Waffe abgefeuert?

„Ja.“

-> Welche Frage fehlt?

„Die nach dem Lieblingstier – Elche!“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Weil ich ganz normal und ehrlich bin – beides Dinge, die in der Politik stark unterrepräsentiert sind.“

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