VIELE ANTWORTEN VON ULRIKE JARSETZ. (DIE URBANE)


Ich bin Ulrike, von Die Urbane. Eine HipHop Partei., DU – 2017 in Berlin gegründet. Wir sind
ein relativ neuer Stern am Politikhimmel, inspiriert von der Frage: Warum mit HipHop in die
Politik gehen?
Die HipHop-Kultur ist eine urbane, globale, emanzipatorische Bewegung, die
ihren Ursprung in den USA der 1970er Jahre hat. Die großen Bedeutungen von
Repräsentanz, Identifikation, Teilhabe, Feminismus, individueller Selbstentfaltung, kreativem Wettstreit und machtkritischer Perspektive wurden in den marginalisierten und diskriminierten People of Color1 Communities geprägt, betrifft aber auch all jene, die auch nur Bruchteil etwas mit den Auswirkungen auf die eigene Selbstwirklichkeit dieser Wörter anfangen können.Für den LV Bayern befinden wir uns derzeit in der Gründung und werden es rechtzeitig schaffen – somit werden wir endlich sichtbarer und wenn alles gut geht, knacken wir die 0,5%-Hürde bei der BTW. Wir benötigen pro Bundesland 500 Unterstützungsunterschriften, um wählbar zu sein und somit wird der/die Ein- oder Andere uns demnächst analog auf der Straße sehen.

Es ist also richtig viel zu tun, um alle gesteckten Ziele zu erreichen.

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-> Wofür stehen Sie?

„Ich schließe mich den Worten meiner Partei an: “Wir stehen für individuelle
Freiheit und Raum für kreative Selbstverwirklichung in einer emanzipatorischen, säkularen, solidarischen und partizipativen Gesellschaft.
Unsere klaren Ziele sind Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und Selbstbestimmung aller Bürger*innen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Abstammung, Alter, Klasse, körperlichen Fähigkeiten oder Merkmalen. Unser achtsames Weltbild liefert die Grundlage für die Herangehensweise an innergesellschaftliche und globale Herausforderungen.”

Ich lerne jeden Tag dazu – vor allem lerne ich derzeit viel von queerfeministischen LQBTQIA*+ und Schwarzen Communitys. Dafür bin ich von Herzen dankbar.“

-> Wer ist Ihr*e größte*r Konkurrent*in?

„Meine eigener blinder Aktionismus.“

-> Was macht sie/er besser als Sie?

„Nicht so emotional zu reagieren.“

-> Was machen Sie besser als sie/er?

„So emotional zu reagieren und jeden Tag dazu lernen.“

-> Was war Ihr größter Fehler?

„Meine Ehe.“

-> Sind Sie verlässlich?

„Immer. Zum eigenen Wort zu stehen ist das Wichtigste, was mich noch freiwillig in den Spiegel gucken lässt.“

-> Was war Ihr größter Erfolg?

„3 Kinder auf die Welt zu bringen.“

-> Was wollten Sie werden, als Sie 7 Jahre alt waren?

„Astronomin.“

-> Warum sind Sie dann ausgerechnet in die Politik gegangen?

„Nach den Sternen zu greifen ist dann auch nichts anderes.“

-> Was tun Sie für das Klima?

„Zuerst einmal bei mir selbst anfangen: Rad & Bahn fahren – laufen – vegetarisch leben – Gärtner*in sein (beruflich) – Genossin in einer solidarischen Landwirtschaft – plastikfrei einkaufen – nachhaltig leben.“

-> Was tun Sie für das Gesundheitssystem?

„Jeden Tag einen Apfel essen. Im Ernst, die Lage im Gesundheitssystem ist so prekär und strukturell kapitalistisch verkommen, da möchte ich persönlich nicht noch direkt zuschauen und gesund darauf hinarbeiten, dass dies zukünftig anders ist.“

-> Was tun Sie gegen Faschismus?

„Antifaschist*in sein – Nazis klar als Nazis bezeichnen. Eine echte Entnazifizierung vorantreiben.“

-> Wie wohnen Sie?

„In einer Mietwohnung eines Mehrfamilienhauses in Bayerns größtem Dorf, auf 47qm, manchmal zu 2., manchmal zu 5. stapelweise quasi.“

-> Welches Sprichwort finden Sie richtig doof?

„Das haben wir schon immer so gemacht.“

-> Welches Kompliment würde Sie der Erde machen?

„Du phantastische, ganzheitlich runde vollends durch-explodierte Schönheit – Danke von ganzem Herzen, dass Du das schaffst mit uns…“

-> Was überwältig Sie?

„Emotionen.“

-> Welches Buch haben Sie zuletzt angefangen, aber enttäuscht weggelegt?

„Gute Frage – das ist sehr lange her. Seitdem ich ausschließlich Bücher von FLINTA* und Schwarzen Menschen lese, bin ich eine noch viel mehr begeisterte Leser*in.“

-> Was ist die letzte Sache, die Sie gelernt haben?

„Bei einer Video-Konferenz sollte das Kind im Hintergrund wenigstens eine Hose anhaben.“

-> Welchen Song haben Sie als letztes gehört?

„Monument von röyksopp.“

-> Stellen Sie das Radio leiser, wenn Sie rückwärts einparken?

„Nein. Ich fahre kein Auto. Auf dem Rad sehe ich da keinen Grund.“

-> Was tun Sie gegen Rassismus, Antisemitismus, Misogynie, Homophobie Hatespeech und Terrorismus?

„Unsere politische DNA besteht auf der Benennung, aktiver Veröffentlichung durch einen kreativen Umgang und somit dann das Aufzeigen erster Schritte, damit das ENDLICH mal aufhört. Zudem gebe ich Hate Speech – Workshops, in denen auch immer Teile der anderen unsäglichen Dinge vorkommen.“

-> Welche Fähigkeit hätten Sie gern?

„Beamen. Und Blitz-Dingsen.“

-> Essen Sie Fleisch? Wenn ja: wie oft pro Woche?

„Nein. Seitdem meine Eltern mein Haustier Roger (ein Kaninchen) geschlachtet und dann am darauffolgenden Tag in Braten verwandelt haben, nicht mehr. Da war ich 13 Jahre.“

-> Wieviel Steuern sollte amazon in Deutschland zahlen?

„Ich verstehe die Frage nicht. Ich weiß, dass dieser Konzern (den ich seit 3 Jahren boykottiere) natürlich 0 Steuern abführt… amazon sollte genau die Höhe an Steuern zahlen, die alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen/Unternehmer*innen zahlen. Punkt.“

-> Was ist Ihre normalste Eigenschaft?

„Atmen.“

-> Wieviel Mindestlohn ist gerecht?

„Hierzu habe ich einfach zu wenig Expertise und würde diese Frage gerne unbeantwortet lassen.“

-> Gehen Sie gern zum Zahnarzt?

Ja. Ich habe die Zahngenetetik meines Opas mütterlicherseits und noch nicht eine Behandlung hinter mir.“

-> Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Kohleausstieg?

„Jetzt. Heute.“

-> Fühlen Sie sich von den Medien gut repräsentiert?

„Die Urbane ist kaum öffentlich repräsentiert – was vermutlich daran liegt, dass sich alle namhaften Parteien derzeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckern und Trumpismus par exelance an den Tag legen.“

-> Kann es soziale Gerechtigkeit geben?

„Ja. Ohne Hartz4!“

-> Haben Sie ein Hobby?

„Ultra-Running.“

-> Mit wem würden Sie gern mal reden?

„Audrey Hepburn.“

-> Haben Sie das Gefühl, dass man Ihnen glaubt?

„Kommt darauf an.“

-> Hatten Sie als Kind ein eigenes Kinderzimmer?

„Ja. In der Platte im Osten zusammen eins mit meiner Schwester und dann später im Elternhaus ein eigenes – das ist nun das Schlafzimmer meiner Mutter.“

-> Was würden Sie verbieten, wenn Sie könnten?

„Dummheit.“

-> Was wollten Sie Julian Reichelt schon immer mal sagen

„Hier meine Altherrenverfügung für Dich als nächste Handlungsanweisung: https://humani.chat/2020/12/31/altherrenverfugung/ (Das ist mein Blog).“

-> Welche verbotene Sache würden Sie erlauben?

„Cannabis.“

-> Sind Sie ein*e gut*e Beifahrer*in?

„Denke schon – aber wenn ich Auto fahre, fahre ich selbst.“

-> Was ist das derzeit größte Problem, das es zu lösen gilt?

„Ein Grundverständnis für eine plurale Gesellschaft auf Augenhöhe und die Teilhabe aller Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Schuhgröße, Hirnkapazität und/oder monetärer Ausstattung zu schaffen, zu verankern und dann zu leben.“

-> Können Sie gut einschlafen?

„Ja, immer. Auch im Stehen..“

-> Was mögen Sie an sich?

„Meine Hochsensibilität.“

-> Angenommen, Sie dürften einen ganzen Abend nicht über Politik reden. Worüber würden Sie dann reden?

„Alles ist politisch. Es geht nicht darum eine Prognose über die zukünftige Wahlentscheidung heraus zu posaunen, sondern das Ganze im Blick zu haben. Und ist selbst die Wahl der Schule des Kindes ein politisches Thema.“

-> Was bedeutet Ihnen Macht?

„Nichts.“

-> Welches Geräusch / Tier können Sie besonders gut nachmachen?

„Frosch auf amerikanisch (rabbit, rabbit).“

-> Wann haben Sie sich das letzte Mal für einen Fehler entschuldigt?

„Letzte Woche bei meinen Kindern.“

-> Wer schreibt bei Ihnen zu Hause die Einkaufszettel?

„Mein Partner. Der hat da eine App, die ist der Hammer. Ich wäre gerne so durchstrukturiert wie diese App.“

-> Auf welchen Gegenstand könnten Sie nicht verzichten?

„Teppich.“

-> Haben Sie schon mal einen Zopf geflochten?

„Klar – meine Haare, die Haare meiner Tochter, Zöpfe aus Blumen während Wanderungen… an den Hosen, wenn da solche Textilbüschel rumhängen – daraus mache ich auch immer Zöpfe.“

-> Haben Sie schon mal ein Loch in eine Fliese gebohrt?

„Ja. Aber nur unter Protest. Ich bohre sonst nur in die Fugen.“

-> Angenommen, ein sechsjähriges Kind steht weinend vor Ihnen, macht sich Sorgen um die Zukunft. Was sagen Sie dem Kind?

„Dieses Kind existiert in meinem Leben tatsächlich und ist derzeit 9. Ich nehme es dann ganz fest in den Arm, streichle über den Kopf, mache ihm Mut und gebe Zuversicht, dass wir das schon hinkriegen. Weil es ja eine starke Mama hat. Und es selbst ein starkes, intelligentes Kind ist.“

-> Was wollten Sie Donald Trump schon immer mal sagen?

„Hier meine Altherrenverfügung als Handlungsanweisung. Ist zwar auf Deutsch, aber eine selbsternannte Genialität wie Sie wird wissen, was damit zu tun ist.“

-> Wissen Sie noch, neben wem Sie in der ersten Klasse gesessen haben?

„Ja. Annika aus Königs Wusterhausen.“

-> Was haben Sie verpasst, hätten es aber lieber erlebt?

„Die absolute Parität aller Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Schuhgröße, Hirnkapazität und/oder monetärer Ausstattung. (Ich weiß, die gibt´s leider IMMER NOCH nicht. Wäre aber schön!)“

-> Finden Sie sich wichtig?

„Nein.“

-> Was haben Sie erlebt, hätten es aber lieber verpasst?

„Meine Ehe.“

-> Angenommen, Sie gucken mit den Augen eines Ausländers / einer Ausländerin auf Deutschland. Was ist das Tollste an Deutschland?

„Die Berge im Süden und der Strand im Norden – beides ist recht einfach in einem Tag erreichbar.“

-> Und was finden Sie, ist das Tollste an Deutschland?

„Die Berge im Süden und der Strand im Norden – beides ist recht einfach in einem Tag erreichbar.“

-> Welches Rezept Ihrer Oma ist Ihr Lieblingsrezept?

„Soljanka.“

-> Ist Ihnen die Farbe Ihrer Socken egal?

„Nein. Sie sind schwarz.“

-> Was ist Ihr sympathischster Spleen?

„Mein innerer Monk – ich passe alles in geometrischen Formen an.“

-> Ist Ihnen wichtig, was man über Sie denkt?

„Nein.“

-> Besitzen Sie eine Multifunktionsjacke?

„Nein. Ich habe eine Regenjacke für Laufen, Wandern und Radfahren.“

-> Wen finden Sie toll?

„Meine Kinder und meinen Partner. Und Dave Gahan von Depeche Mode.“

-> Was macht Sie wütend?

„Alte weiße Männer (und leider auch Frauen), die Menschen ungefragt entweder in Schubladen stecken und/oder die Welt erklären & das Geschwafel von ewig Gestrigem. Diese offen gelebte Scheinheiligkeit und Doppelmoral so manch namhafter Leute … aaarg – ich bin schon wieder wütend.“

-> Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

„Wenn mich meine Kinder brauchen.“

-> Können Sie backen? Wenn ja: was ist Ihre Backspezialität?

„Nein, ich kann nicht backen. Im Winter stehen immer mal Plätzchen an und selbst die verbrennen in schöner Regelmäßigkeit.“

-> Was ist Ihre erste Erinnerung?

„Die Spritze im Hintern und mein Gesicht im Schaffell (den Geschmack habe ich bis heute abgespeichert). Ich hatte früher Pseudokrupp und meine Mutter ließ des Nachts den Doktor kommen. Es war 1984, in der DDR. Da war niemand wirklich zimperlich.“

-> Es ist Mittwoch, 23:00 Uhr, Sie sind hundemüde, haben Morgen einen wichtigen Termin und Ihre Nachbarn feiern eine Party. Laut. Was tun Sie?

„Mir n Bier abholen. Oder 2.“

-> Wann und wofür haben Sie das letzte Mal etwas gespendet?

„Für den Verein Digitalcourage.“

-> Haben Sie schon mal ein Tier getötet?

„Nacktschnecken stecke ich Gläser und lasse sie darin in der Sonne langsam verbruzzeln – manche zerschneiden die ja, das kann ich nicht.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Geld?

„JA.“

-> Verdienen Politiker*innen genug Respekt?

„Kommt darauf an, um wen es sich handelt.“

-> Was ist der größte Fehler in der deutschen Geschichte?

„Autobahnen.“

-> Mögen Sie Ihre Stimme?

„Wie sie oft klingt, nicht. Was sie sagt: ja, immer.“

-> In welchen Momenten haben Sie Lampenfieber?

„Immer. Ich bin keine Rampensau.“

-> Welche Frage fehlt?

„Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei?“

-> Warum sollte man ausgerechnet Sie wählen?

„Wir sind alles Menschen. Und alles ist politisch. Jede Person hat die Möglichkeit in ihrem Tun und Sein politisch aktiv oder passiv zu wirken. Nichts rechtfertigt, sobald einer Person Grund- und Menschenrechte abgesprochen werden und genau dafür müssen wir alle als plurale und offene Gesellschaft einstehen.
Geht wählen – ich weiß, bei dieser Wahl geht es um einen grundlegenden Politikwechsel und den können nur etablierte Parteien herbeiführen – jedoch def. nicht mehr die derzeitig bestehende Koalition.“

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