AUF DEM SCHÜTZENFEST.

Es läuft: „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen. Es ist gerammelt voll, alle haben sich ordentlich vollgetankt, die Luft besteht aus Schweiß, Nebelmaschinendampf und Rülps.
Außerdem geht eine ganz fiese Magen/Darm-Grippe rum, weiß auch jeder. Die Toiletten sind besetzt, draußen vor der Tür kotzen blasse Menschen ihren Mageninhalt in den Matsch. Trotzdem wird geknutscht.

Armin Laschet rumpelt durch die Menge, johlt und lacht es weg, wenn er jemandem aus Versehen auf den Fuß tritt, umschubst, das Bier aus der Hand schlägt, weil er einfach zu töffelig ist. Er hat das Bewegungstalent der „EVER GIVEN“, die sich im Suezkanal verkeilt hat.
Wenn er tanzt, ist er null im Takt, der DJ verdreht die Augen und ist kurz davor, eine Meditations-CD aufzulegen, damit der Mann ruhig ist.

Markus Söder kommt direkt aus dem Fitness-Studio auf das Fest, er trägt schwere Stiefel, hat literweise CK One aufgetragen und schiebt die Leute mit seinen angespannten, gut durchbluteten Muskeln weg. Da wo er herkommt, läuft es. (Er wohnt bei seinen Eltern unter dem Dach – und da ist die Welt noch in Ordnung.)
Er will jetzt auch tanzen, hat aber noch keine Ahnung, ob sein Bewegungsapparat das hinbekommt. Aber mit der Hilfe von Gott wird das schon.

Ein paar andere von aus UnionsClique haben Stress mit den Tresenkräften, weil sie mit Pfandbechern betrogen haben. Außerdem haben sie Senftuben geklaut und sind reingekommen, ohne Eintritt zu zahlen (€ 1,50,-).

Olaf Scholz von der SPD sagt jedem den er trifft, dass er der nächste Schützenkönig wird. Und dass das nächste Dorffest größer und schöner wird. „Jeder Schuss ein Treffer!“, prahlt er.
Er fuchtelt dabei mit einer hellblauen Erbenspistole rum und wird von allen Außenstehenden belächelt. Auch weil jeder hier weiß, dass er gehörig Stress mit seiner Bank hat.

Annalena Baerbock und Robert Habeck von den GRÜNEN stehen am Wurststand und sagen seit vier Stunden: „Wenn du mich vorlässt, lass ich dich wieder vor.“ Sie blockieren den Laden und fragen sich, wo der Senf ist. Die Leute sind genervt.

Christian Lindner steht beim DJ, sagt, wie man die Übergänge besser hinbekommen kann und wünscht sich Lieder, die niemand hören will.
Wolfgang Kubicki schnappt sich immer mal wieder das Mikro und brüllt besoffen Sachen wie „So, Ladies! Titten raus!“

Angela Merkel steht am Sicherungskasten und kann jederzeit den Strom abdrehen – dann ist das Ding hier eh gelaufen.

Und die gefährlichen Dorfschläger der AfD stehen am Rand und gucken sich den ganzen Quatsch an. Die Hände schön in den Taschen – sie haben gelernt, wann es besser ist, mal ruhig zu sein. Nämlich dann, wenn die anderen sich komplett zerlegen.

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In fünf Monaten sind Bundestagswahlen. Und es ist mir gerade ein bisschen zu ruhig um die AfD.

Die gesamte Politik ist momentan darauf ausgerichtet, mit Maskendeals, mit Wankelmut, mit falschen Entscheidungen en Masse möglichst viel Verdrossenheit zu produzieren – und eine Wahlbeteiligung von unter 60 % zu erreichen.

Da die AfD ihre Wählerinnen und Wähler auf jeden Fall wird mobilisieren können, ist die Gefahr, dass die AfD im Herbst die Gewinnerpartei sein wird, leider sehr realistisch.

Allein um das zu verhindern muss die Politik jetzt zusammenstehen, um die vermaledeite Pandemie jetzt endlich mal unter Kontrolle zu bekommen.
Ein Virus bleibt nicht an einer Landesgrenze stehen und denkt: „Och nee, hier ist Hessen, hier gelten ja andere Bedingungen als in Niedersachsen.“ Ein Virus schert sich nicht um Ländergrenzen.
Es braucht eine Gesamtstrategie. Ohne Ländergrenzen. Ohne Ego. Ohne Ellenbogen.

Ganz einfach eigentlich.

Und: Was ist eigentlich aus der Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz geworden?




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